jugendbücher

Wie ich Broody kennen lernte. – How i met Broody.

Dieser Beitrag ist dem Fakt geschuldet, dass ich ein #BroodyBFF bin. Wer Broody noch nicht folgt: Worauf wartet ihr? Nicht nur seine Bauchmuskeln sind phänomenal.

To the english-speaking Broody BFFs: The translation is below. Just scroll your way through all the german and there you go.


broodycover
WIe ich Broody kennen lernte.

Ich schaute aus dem Fenster, als ich das Rumpeln des Umzugswagens hörte. Es war Mittwoch, und es war mitten in der Nacht. Auch alle Nachbarn hatten sich an den Fenstern versammelt. Wie übergroße Eulen standen sie vor ihren beleuchteten Fenstern und starrten viel zu neugierig auf die Neuankömmlinge.  Es ist ja auch sehr kurios, umzuziehen, wenn alles dunkel ist. Aber es ist sowieso kurios, nach Löffel zu ziehen. Hier gibt es nichts. Wir haben eine Tankstelle, eine Kirche, und Gehwege, die sowohl Tagsüber, als auch Nachts beiseite geklappt werden, weil sie sowieso keiner braucht. Normalerweise verschwinden die Leute von hier. Deshalb war ja auch dieses Haus leer. Warum jemand hier her ziehen würde, ist wirklich ein Mysterium.

Ich wollte gerade wieder vom Fenster weg treten, um mich erneut meiner Ausgabe von Die Sturmhöhe zu widmen, als ein paar muskulöse Beine, an denen ein muskulöser Oberkörper hing, zu dem ein muskulöses Kinn gehörte, aus dem Wagen stieg. Dadurch, dass er weder Hemd noch Schuhe trug, konnte ich sehr gut sehen, dass er nicht nur jeden Tag stundenlang seine Bauchmuskeln, sondern sogar seine kleinen Zehen trainieren musste.

Er, und ein paar andere, die ich bis jetzt noch nicht bemerkt habe und die seine Brüder sein mussten, denn sie waren nicht weniger gutaussehend und muskulös, schnappten sich ein paar Kartons und gingen damit in das Haus, vor dem der Umzugswagen geparkt hatte.

tumblr_lw5r2yMcMN1qadlzho1_500.gif (500×372)

Die Sturmhöhe war vergessen. Ich liebte dieses Buch und habe es bestimmt schon 10 mal gelesen, weil die Autorin mich als belesen darstellen will, aber momentan könnte Emily Bronte selber in dieses Zimmer kommen und anfangen, das Buch laut vorzulesen, ich würde es nicht bemerken.

Wer war dieser Gott in Jeans, und warum war er nicht im Fernsehen anstatt in Löffel? Ich beobachtete gespannt, wie er das Haus wieder verlies. Trotz der nächtlichen Kühle rann ihm Schweiß über seinen Muskel bepackten Körper.

tumblr_mnz7fsEG2S1rqfd03o6_r1_250

Er wischte sich mit seinem muskulösen Unterarm über sein Gesicht, was allerdings nur darin resultierte, dass seine Haare in alle Richtungen standen. Dann schnappte er sich die letzten beiden Kartons. Als er sich umdrehte stockte mir der Atem: Seine braunen Augen bohrten sich direkt in meine blauen. Braun? Nein. Sie waren Haselnussfarben mit Flecken aus Bernstein und nur einer Spur Ozean im Sturm-Grün. Sie erinnerten mich an Herbstlaub, auch wenn ich nicht sagen könnte, warum. 

♛Axjali♛

Seine Miene verzog sich bei meinem Anblick zu einer wütenden Maske. Was hatte ich getan? Er sah mich an, als hätte ich vergessen, meine Gesichtsmaske abzuwaschen. Diskret schaute ich aus dem Augenwinkel in meinem Spiegel, ob das der Fall war.

f5f2497365c9c9cc9f9059031b002575

Ich sah eigentlich ganz normal aus. Langes, blondes Haar, zu einem Pferdeschwanz frisiert, eine kleine, mit Sommersprossen besprenkelte Stupsnase, große runde Augen, die immer leicht fragend blickten, und eine Haut so weiß, dass ich schon oft gefragt wurde, ob ich eigentlich jemals die Sonne gesehen hätte.

An sich fand ich mich ganz in Ordnung, wenn auch zu dünn und unsportlich. Doch er sah das offensichtlich anders. Verärgert stapfte er mit den Kartons zurück zum Haus. Ein letzter hasserfüllter Blick zu mir, dann warf er die Türe ins Schloss.

(3) Twitter

Unglaublich! Was für ein Idiot. Trotzdem googelte ich seine Bauchmuskeln ihn am nächsten Tag und fand das Enigma seines Daseins, seinen Twitteraccount.

//platform.twitter.com/widgets.js

Ich wusste doch, dass wir füreinander bestimmt sind.


This post is owed to the fact that i’m a #BroodyBFF. In case you don’t follow Broody yet: What are you waiting for? Not just his abs are fabulous.


broodycover

 
How i met Broody.

The rumbling of the moving truck made me look out of my window. It was wednesday, and it was the middle of the night. The neighbors startet to peek out of their windows, too. Standing in their illuminated windows, they looked like overgrown nosey owls as they stared at the truck. Well, it is peculiar to move in the dark. To move to Spoon is peculiar, anyway. Spoon has nothing to offer. We have a gas station, a church, and sidewalks that were neatly folded aside by day, as by night, because nobody needed them in this small town. Normally people move away from here. Why somebody moves here was a mysterium.

I was just about to go back to my copy of Wuthering Heights as a pair of muscular legs, which hung on a muscular upper body, topped by a muscular chin, ascended out of the car. For the simple reason, that he was neither wearing a shirt nor shoes i could tell very well that even his pinky toes were trained well.

He, and a couple of others i haven’t noticed yet, but must his brothers, because they were similar good looking and muscular, took a couple of boxes and brought them into the house the moving truck parked in front.

tumblr_lw5r2yMcMN1qadlzho1_500.gif (500×372)

Wuthering Heights was forgotten. I loved this book and read it about the tenth time already, because my Author wants me to look well read, but right now Emily Bronte herself could walk into the room and start reading it out loud and i wouldn’t have noticed.

Who was this god in blue jeans, and why was he in Spoon, not in Americas Next Top Model? Anxiously i observed him walking out of the house again. Despite the chill of the night he sweated all over his muscular body.

tumblr_mnz7fsEG2S1rqfd03o6_r1_250

He wiped his muscular forearm over his face but it only resulted in his hair sticking in every direction possible and unpossible. He grabbed the last two boxes and as he turned around, i gasped. His brown eyes locked directly with my blue ones. Brown? No. They were hazelnut with amber spots and a hint of ocean in the storm-green.They remind me of fall leaves, tho why i couldn’t tell.

♛Axjali♛

At my sight, his face distorted into an angry grimace. What did i do? He looked at me so disgusted like i forgot to wipe off my face mask. Out of the corner of my eye, i sneaked a look in my mirror in case i actually did forget.

ZwSsKgPZRHAxrCBKLqZg_Facial Freakout.gif (500×230)

Staring back was a normal looking girl. Long, blond hair, carelessly dressed in a ponytail, a small button nose, big round eyes, which always looked slightly wondering, and skin so white, people always asked if i had ever seen the sun in my life.

I thought i was pretty okay, if a bit too skinny and unathletic. But he thought obviously different. Angrily he stomped back to the house. One last, hateful glance in my direction, then he slammed the door shut.

(3) Twitter

Unbelievable! What a smeghead. Still, the very next day, i googled his abs him and found the enigma of his being, his twitteraccount.

//platform.twitter.com/widgets.js

I knew we were meant to be.

Beastly von Alex Flinn (Kendra-Chronicles #1).

Beastly (Beastly, #1; Kendra Chronicles, #1)

Soundtrack zur Rezension:

The Duke Spirit – Love Is An Unfamiliar Name


Worum es geht:

In einem Chatroom treffen sich seltsame Gestalten: Ein Bär, ein Frosch, eine Meerjungfrau, ein Monster, und ein Psychiater. Jede Woche kommt diese Selbsthilfegruppe für Hexenflüche zusammen und langsam wird die Geschichte von BeastNYC zusammen gepuzzelt.

Kyle ist 15, hübsch, beliebt – und grausam. Hässliche Menschen haben in seiner Welt nicht verloren und werden gnadenlos rausgemobbt. Sein neuestes Opfer ist Kendra. Sein überraschen ist groß, als Kendra eines Abends wunderschön in seinem Schlafzimmer steht und ihn für seine Vergehen bestraft. Er wird in eine Mischung aus Mensch und Hund verwandelt.

Er hat zwei Jahre, um ein Mädchen zu finden, dass ihn liebt. Und Internet-Dating zählt nicht.


Zitat:

FROGGIE: hi, grizz.

GRIZZLYGUY: Ich habe Neuigkeiten!  Ich bin ein Mensch! Ich bin kein Bär mehr!

BeastNYC: Ein Mensch?

FROGGIE: glckwunsch.

BeastNYC: <- Total neidisch auf Grizz.

GRIZZLYGUY: Das Mädchen – sie heißt Schneeweißchen (also *nicht* Schneewittchen) – folgte mir in den Wald, als sie sich zu ihrem Sommerhaus aufmachten. Sie sah den bösen Zwerg, der mich mit einem Fluch belegte, und sie half mir, ihn zu töten.

FROGGIE: ihr hbt einen Zwerg umgbracht.

GRIZZLYGUY: Einen *bösen* Zwerg.

FROGGIE: trtzdem…

GRIZZLYGUY: Ich habe keine Straftat begangen, indem ich den Zwerg getötet habe, schließlich war ich da noch ein Bär.


Meine Meinung:

Die Idee mit dem Chatroom fand ich toll und modern. Wie die verschiedenen Märchenfiguren miteinander agieren, sich Mut zusprechen, füreinander freuen oder Ideen austauschen war einfach lustig mit anzusehen.

Dabei war FROGGIE mit Abstand mein liebster Chatter. Trotz Schwimmhaut bedingter Tippfehler schafft er es pointiert, sich über die anderen (oder sich selbst. Und Fliegen.) sarkastisch auszulassen. Und wenn er nicht betonen würde, dass er mal ein Prinz war, könnte man vermuten, dass jemand Chandler Bing verwandelt hat.

Bei SilentMaid habe ich mich allerdings gefragt, warum sie ihrem Loveinterest, nu ja, nicht einfach schreibt. Scheint sie ja zu beherrschen.

Es ist nur ein kleiner Teil des Buches im Chat angesiedelt. Die Fragen, die dort gestellt werden, bringen den Leser jeweils zurück zu Kyle, der erzählt, wie das bei ihm so ist.


Gestört hat mich der Spiegel. Der Spiegel. Ich habe mich ja schon damit abgefunden, dass dieses Deus ex Machina seit Es war einmal… von Jean Cocteau in jeder verdammten Die Schöne und das Biest-Neuinterpretation dabei ist. Übrigens ist Es war einmal… die gruseligste Version von die Schöne und das Biest, die ihr so finden könnt.

Seht ihr, was ich meine? Dieser Film ist übrigens für Kinder. Wie die verdammten Sieben Geißlein. Wie auch immer. Kyle benutzt diesen Spiegel, um Mädchen unter der Dusche zu beobachten, dem Präsidenten auf der Toilette aufzulauern, und seinem Loveinterest beim schlafen zu zugucken.

Did that person really just pass you your complimentary cranberry juice with their fingers on the rim of the cup?:

Deus Ex Scuse Me, das geht überhaupt nicht. Im ganzen Buch wird das als lustig und romantisch abgetan, was so gar nicht passt, weil seine schlechten Taten normalerweise als schlechte Taten dargestellt werden. Selbst als er Lindy gefangen nimmt, wird es genau als Gefangenschaft bezeichnet und er wird permanent von anderen Charakteren darauf angesprochen, dass das nicht okay ist. Aber nichtsahnende nackte Mädchen beaugapfeln? Voll okay.

Also den Spiegel hätte man auch weglassen können.

Vielleicht liegt das Problem aber auch daran, dass Kyle und Lindy 16 Jahre alt sind. Das ist verdammt jung für den Plot von Die Schöne und das Biest.

Doof fand ich auch am Schluss, dass

Spoiler zum Schluss! Den Text mit der Maus markieren, um ihn lesen zu können.Will, Kyles blinder Freund, am Ende sehen konnte, weil der Fluch gebrochen wurde.Gut, es war Zauberei, aber es ist nicht das schlimmste der Welt, Jugendlichen klar zu zeigen, dass manches eben kein Happy End hat.


Toll fand ich, dass sie das Buch in großen Teilen um Bücher dreht. Da Kyle das Haus kaum verlassen kann, vertreibt er sich die Zeit mit lesen. Er brettert durch alle Klassiker von Der Glöckner von Notre Dame über Frankenstein zu Das Bildnis von Dorian Grey , und Lindy ist mit ihrem Faible für Bücher der Bronte- (immer noch ohne umgefallene Tüpfelchen, mea culpa) Schwestern und Shakespeare steht ihm in nichts nach.


Der Schreibstil des Buches war angenehm und kurzweilig. Längen (immerhin sitzt Kyle die meiste Zeit Zuhause rum) sind überschaubar und mit Büchern aufgefüllt. Die Charaktere sind leibenswert. Und es gibt sogar Hexen.

BeastNYC: <seufz> Ok. Alles begann mit einer Hexe.

FROGGIE: so fngt immer alls an.


Für Fans von:

Wie Monde so silbern von Marissa Meyer.

Zwischen Schnee und Ebenholz von Ann-Kathrin Wolf.

Hex in the City von Shanna Swendson.


Weitere Rezensionen:

Bella’s Wonderworld.

Zwischen den Seiten.


Fakten zum Buch:
  • Der nächste Band heißt Magical.
  • In Magical geht es darum, wie Kendra rausfand, dass sie eine Hexe ist und dann durch verschiedene Märchen stolpert.
  • Und der doofe Spiegel wird dort schon im Klappentext erwähnt.
  • Verlag: Baumhaus.
  • ISBN: 383393844
  • 333 Seiten.

Beastly von Alex Flinn, mein aktuelles Hörbuch bei Spotify.

Ich muss zugeben, seit ich entdeckt habe, dass es bei Spotify Hörbücher gibt, ist mein Konsum enorm eben jener gestiegen. Mein momentanes Hörbuch ist Beastly von Alex Flinn.

In Beastly geht es um Kyle, der gerne Leuten streiche spielt. Jedes seiner Opfer? Hässlich wie die Nacht. Als er eine Hexe prellt ist diese nicht angetan. Sie verwandelt ihn kurzerhand in eine Mischung aus Hund und Mensch, und wenn er nicht in 2 Jahren jemanden findet, der ihn trotzdem liebt, muss er für immer so bleiben. Kyle ist angeschmiert.



Ich mag Beastly tatsächlich ganz gerne; Kyles Taten werden nicht als cool herunter gespielt, und dass die Leute ihn wie Frankensteins Kreatur behandeln hilft auch nicht dabei, eine Frau zu finden. Eine nette paranormale Romanze, die nur ein wenig creepy ist. (Punktabzug gibts fürs beim schlafen anstarren und spannen von Mädchen unter der Dusche und beim Pickel ausdrücken.)

Wie findet ihr Beastly? Hört ihr auch Hörbücher? Welches ist euer liebstes Hörbuch?

Homes & Ich von Brittany Cavallaro.

 

Die Morde von Sherringford (Holmes und ich, #1)

Worum es geht:

Die Nachfahren von Sherlock Holmes und John Watson treffen sich im letzten Zweig wieder: Jamie und Charlotte haben in dem schmierigen Dobson den selben Typen zum Feind. Dieser ist plötzlich tot. Umgebracht nach dem Vorbild der berühmten Kriminalgeschichte “Das gestreifte Band”. Alles deutet auf Charlotte und Jamie, die sich sofort in Charlottes Labor begeben, um den wahren Mörder zu finden.

(mehr …)

Ich finde schon wieder ein Buch einer gefeierten Autorin voll doof.

Und zwar Sarah J. Maas’ A Court of Thornes and Roses. Ich weiß nicht, ob es inzwischen modern ist, oder einfach desenibilisert, denn ab der Hälfte des Buches (und viel weiter bin ich nicht gekommen) geht es eigentlich nur noch um Vergewaltigung.

Eine Neuerzählung von Die Schöne und das Biest, mit rapey biest-Biest und seinen Vergewaltiger-Freunden.

 

Aber: Das ist gar nicht so schlimm. Weil der Loveinterest nämlich königlich ist. Und damit ist es eine Ehre, von ihm ausgewählt zu werden. Außerdem wollen die Frauen es. Und er ist nicht ganz bei sich, weil dabei ein Zauber auf ihm wirkt, der seine animalische Seite verstärkt.

Ganz abgesehen davon ist Feyre sowieso selber schuld. Sie hat nämlich nicht auf die Männer im Buch gehört, und ist aus ihrem Schlafzimmer gegangen. Von daher ist alles, was ihr passiert ist, zum lachen. Also zumindest für die Männer.

Aber es kitzelte dann doch so schön zwischen Feyres Beinen. Von daher.

Und das, liebe Leser, ist echt scheiße. Ich brech das Buch jetzt jedenfalls ab, weil irgendwie vom Plot nichts übrig geblieben ist und der Rest dann auch noch beschissen wurde.

Sehr schade. Es hat nämlich sehr viel versprechend angefangen. Aber jetzt will ich eigentlich nur mein Geld zurück.

Edit 16.11.2016 : Da ich gerade bei Lovelybooks noch mal ausführlich beschrieben habe, was in dem Buch passiert, dass mich so nervt, und warum ich den zweiten Teil garantiert nicht lesen werde, gibts das hier auch noch mal:

Da ist ein Fest. Auf dem Männer die freie Wahl haben, mit welcher Frau sie Sex haben wollen. Ob die Frau nicht will ist egal, wie die Szene beweist, dass Feyre fast von einer Gruppe vergewaltigt, und nur dadurch gerettet wird, dass ein höherer Mann sie beansprucht. Es wird bei einigen Männern sogar eine Ehre genannt, ausgewählt zu werden.

Und das Buch gibt nicht im geringsten wieder, dass das eine abscheuliche Tat und kein bisschen normal ist. Wäre die Protagonistin nur ein wenig angewidert gewesen. Wenn die Autorin nur ein kleines bisschen angedeutet hätte, dass das nicht in Ordnung ist. Dann hätte ich weiter gelesen.

So hatte das Buch diese Nacht aber als nichts anderes als fast schon romantisch (immerhin wollte der Loveinterest eingetlich sie! Er hat nur eine andere genommen, weil sie nicht da war! Man reiche mir bitte den Eimer.) beschrieben und das ist, gerade für ein Jugendbuch, eine denkbar schlechte Botschaft.

Und wenn man, weil es ein Jugendbuch ist, nicht auf das Thema eingehen will oder kann, dann sollte man es eben draußen lassen und gar nicht erst darüber schreiben.

In dem Buch hat ja schon am nächsten Tag keiner mehr daran gedacht.

Und ja, Feenmoral ist bekanntlich anders als unsere. Aber dann sollte man das auch deutlich als menschlich verwerflich kennzeichnen, und nicht einfach ein bisschen Glitzer drüber streuen, der Leser wird die Scheiße schon fressen, wenn die Autorin nur darauf besteht, dass es romantisch ist.

So funktioniert das einfach nicht. Und das kann auch kein zweiter Band der Welt wettmachen.

Im Gegenteil, ich werde kein Buch von Sarah J. Maas mehr lesen, und schon gar nicht kaufen.

Wie viel Bad Boy ist zu bad?

Ich habe ja schon mal eine Rezension zu Zorn und Morgenröte geschrieben. Was ich dort nicht schrieb: Dass Chalids Charakter nicht sehr nett ist. Man könnte das ja schon meinen, so als Serienmörder an wehrlosen Frauen, aber es wird nicht besser. 

Im Buch passiert gleich auf den ersten Seiten etwas, das man als Vergewaltigung auslegen könnte. Sharzard beschreibt, dass sie den Schmerz weg beißt und es über sich ergehen lässt. Und dann passiert es immer wieder. Die Autorin geht da drüber, in dem sie es einfach gar nichts dazu schreibt. Sie lässt die Charaktere aus dem Bett steigen, sich anziehen, und weder der eine, noch der andere ist glücklich über das, was gerade passiert ist.

Und dann verlieben sie sich ineinander. Und hören auf, miteinander zu schlafen. Weil es sich falsch anfühlen würde. Dann verspricht er, dass es von nun an ganz anders wird, und letztendlich machen sie magische Liebe mit Engelsgesängen und Rosenblättern.

So. Wir fassen also zusammen:

Serienmörder an Frauen. Der seine Ehefrau vergewaltigt. Und sich dann um 180° dreht, weil er eine Frau gefunden hat, die ihn liebt, und er dadurch heilen kann. Was.

Did that person really just pass you your complimentary cranberry juice with their fingers on the rim of the cup?:

Belle von Stehlblüten hat in ihrer Rezension die Frage aufgeworfen, ab wann ein Bad Boy zu böse ist, und wo wir die Grenze ziehen.

Gute Frage. Ab wann können wir, als Leser, einen gebrochenen Mann, der deshalb scheiß Entscheidungen trifft, nicht mehr entschuldigen? Ab wann sagen wir, gut, er hatte Gründe, trotzdem ist er ein verdammter Arsch?

Die gute Nachricht zuerst: Es kann nicht mehr schlimmer kommen. Wenn es ein Autor schafft, einen Mann zu schreiben, der schlimmere Taten als Chalid begeht, und trotzdem erfolgreich die Sympathiekarte spielt, dann applaudiere ich ihm oder ihr aufrichtig.

Die schlechte Nachricht: Wir sind schon so weit, dass in YA ein Typ rumläuft, für den die Leserinnen schwärmen, obwohl er fast 100 Frauen getötet hat und seinen Loveinterest vergewaltigt, weil er eine schwere Kindheit hatte.

Bad Boys (Boies?) gabs ja schon immer, aber bei Brontë oder Austen wurden sie auch ganz klar zwar als sehr attraktiv, aber letztendlich eben als schlechter (oder nicht sehr guter) Mensch dargestellt, und ultimativ haben sie weder Sympathie verdient noch das Mädchen bekommen, das sie wollten.

Heutzutage fehlt diese Botschaft leider viel zu oft. Die Moral ist, dass man, solange man eine Entschuldigung hat, sich alles erlauben darf. Man ist auf jeden Fall liebenswert und die Frau ein Wundpflaster, die alles wieder gerade biegt.

Und das ist wirklich eine seltsame Moral.

Zorn und Morgenröte von Renée Ahdieh oder Denk nicht nach, es ist ein Märchen.

Zorn und Morgenröte (The Wrath and the Dawn, #1)

Worum es geht:

In der Stadt Ray regiert seit Kurzem der junge Kalif Chalid. Niemals als Herrscher erzogen und nur durch den Tod seines Bruders an den Thron gekommen, erzürnt er die Einwohner seiner Stadt, indem er seine Berater feuert und anfängt, jeden Tag ein neues Mädchen zur Heirat Zwangs zu verpflichten. Am nächsten Morgen bei Morgengrauen wird die Braut mit einer Seidenschnur aufgehängt

Nachdem Shiva, die beste Freundin von Shahrzard, eben so gestorben ist, meldet diese sich freiwillig, um den Kalifen zu heiraten. Sie möchte nachvollziehen, was genau mit Shiva passiert ist und wie sie den Kalifen töten kann. Doch es kommt anders; Chalid will heraus finden, warum sich jemand zu so einem Schicksal freiwillig melden würde, und lässt sie am Leben, bis er das Geheimnis gelüftet hat.

Und natürlich sind beide dann Seelenverwandte, die sich rettungslos ineinander verlieben, obwohl Shahrzard irgendwo anders einen Verlobten hat, der eifersüchtig ist und den Kalifen ebenfalls töten will. Ist klar, ne?

(mehr …)

Im Labyrinth von James Dashner.

Meine Ausgabe sieht ganz anders aus, aber was zur Hölle.


Worum es geht:

Thomas sitzt seit Stunden in einem Aufzug nach oben. Er kann sich an nichts mehr erinnern, ausser an seinen Namen. Als die Tür schließlich geöffnet wird findet er sich auf einer Lichtung mit einem Bauernhof wieder. Mit ihm sind noch 30 andere Jungen dort, die sich ebenfalls an nichts erinnern können. Um sie herum: Ein Labyrinth mit tödlichen Robotertieren. Als dann auch noch ein im Koma liegendes Mädchen auftaucht und die Sonne ausgeht müssen sie einen Ausgang finden.


Meine Meinung:

Wasn Scheiß. Die Story war unausgegoren, hanebüchen; der Schreibstil als hätte sich eine 14-jährige an einer Geschichte versucht und die wäre zufällig im Druck gelandet.

Ständig wurde etwas wiederholt. In einem Kapitel wollte Thomas gleich 3 mal aufstehen und jemandem Applaudieren, der seiner Meinung etwas gutes gesagt hat. Thomas lässt sich von jemandem etwas erklären, um dann zu denken „Ach ja, das hat mir ja schon jemand anderes erzählt.“ Ja, und daran kann sich der Leser auch noch ganz gut erinnern, weil das erst letzte Seite passiert ist.

Die Charaktere haben keinerlei Persönlichkeit. Jedes mal wenn einer gestorben ist war das eher eine Och, hm, ja.-Reaktion. Nicht nur vom Leser, Thomas interessiert sich auch einen Dreck für seine Mitmenschen. Angeblich ist das anders, weil der Autor ständig schreibt, dass das nicht so ist, aber gefühlt habe ich davon nichts. Genausowenig von anderen Emotionen. Dashner schreibt, dass Thomas irgendetwas fühlt, aber merkt es der Leser? Nö. Ihr würdet mir jetzt auch nicht glauben wenn ich schreibe, dass ich diese Rezension schrieb als ich vollkommen glücklich war, als hätte ich mir gerade Hundewelpenfotos angeguckt. Man kann als Autor nicht einfach eine Puppe hinstellen und sagen, das fühlt sie jetzt. So funktioniert das nicht. Die restlichen Figuren waren genauso interessant.

Das „Labyrinth“. Man sieht davon als Leser überhaupt nichts. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, das ist nur ein einziger Gang, der zur Klippe führt.

Dann gehts weiter mit dem Bauernhofleben: Die Jungs versorgen sich selbst. Dennoch gibt es jeden Tag zu jeder Mahlzeit Fleisch. Morgens, Mittags, Abends, Zwischendurch. Wie? Müssen die das Vieh nicht erst großziehen vor dem Schlachten? Ansosnten könnten sie ja damit nicht weiter züchten. Sehr seltsam.

Ein anderes Problem waren die Uhrzeiten. Die Tageszeit war, was der Autor bestimmt hat. Es kann sein, dass Thomas aufwacht, drei Schritte läuft, und dann ist es plötzlich Abend. Überspitzt ausgedrückt. Es kommt einfach nicht rüber, dass in der Zwischenzeit mehrere Stunden oder sogar ein ganzer Tag vergangen sind.

Plotmäßig passiert auch nicht wirklich was. Deus ex machina. Deus ex machina überall. Alles in allem sehr langweilig weil die Charaktere nie vor Herausvorderungen oder Verluste gestellt werden (naja, ausser, dass konstant welche sterben. Aber das interessiert ja keinen).

Warum zur Hölle da plötzlich überaus für das Buch unwichtige Superkräfte bei Thomas aufgetaucht sind soll mir der Autor auch erst mal erklären.

Leckomio, war das schlecht.

Und die wichtigste Frage: Was ist mit dem Hund passiert??


  • 496 Seiten
  • Verlag: Chicken House
  • ISBN-10:  3551520194
  • Der Preis vom Ebook und Taschenbuch ist 9,99€,

Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone von Mark Haddon.

Worum es geht:

Christopher Boone ist 15 jahre, drei Monate und zwei Tage alt. Er hat eine Hausratte mit dem Namen Toby. Er isst am liebsten rote Dinge. Er schreibt als erster überhaupt an seiner Schule ein Matheabitur. Und er will aufklären, wer den Pudel von Gegenüber mit einer Mistgabel ermordet hat.


Meine Meinung:

Christopher ist sehr wortwörtlich. Stellt euch die Worte oben vor, nur als ganzen Roman und in der Ich-Perspektive. Er gibt offen zu, nicht schreiben zu können und schreibt nur ein Buch, weil seine Lehrerin Siobhan es möchte. Da er sich auch nichts ausdenken kann, nimmt er den Mord am Nachbarspudel als Aufhänger. Und so schlittern wir in die Geschichte über und mit Christopher Boone, der 15 Jahre, drei Monate und zwei Tage alt ist. Und eine Hausratte mit dem Namen Toby hat.


Vielleicht lag es ja auch daran, dass Christopher selber geschrieben hat und sich unverstanden fühlte, aber ich war sehr überrascht, dass die Leute um ihn rum nicht gemerkt haben, dass er behindert ist, obwohl es doch so klar war. Selbst seine Eltern vergessen immer wieder etwas. Unter anderem, dass er nicht angefasst werden will. Hallo? Der Junge ist 15 Jahre alt (und drei Monate und zwei Tage). Da hätte man sich doch mal daran gewöhnen können ihn nicht zu umarmen. Da war auch der Polizist, der geschickt wird, um nach Christopher zu suchen. Man sollte meinen, dass er über Christophers Behinderung bescheid gesagt bekommt. Nope. Große Überraschung als es dann wirklich nicht mehr zu übersehen ist.


Das andere, was mir nicht gefallen hat, waren die vielen Abschweifungen. Da steckt man mitten in der Geschichte und plötzlich erzählt Christopher von einem Urlaub, bei dem er eine Wiese voller Kühe gesehen hat. Und dass er immer noch weiß, werlche Muster diese Kühe hatten. Dass er sie jetzt sofort zeichnen könnte, wenn man ihn fragen würde. Dann kommt ein krudes Bild einer Kuh. Schön. Ich möchte aber lieber wissen, wie es weiter geht. Am Anfang war es ja noch ganz nett um ihn kennen zu lernen, aber irgendwann sind es einfach zu viele Matherätsel und Unterbrechungen gewesen. Ich war genervt davon. Ganz abgesehen davon, dass ich mich immer noch nicht fühle, als wäre ich dem Charakter irgendwie nahe. Ich weiß fast nichts von ihm, mal abgesehen von dem, was er da gerade erlebt hat. Auch wenn der Autor es fast schon mit dem Brecheisen versucht, mir einzufüttern.


Die Details fand ich nett. Die Kapitel, die mit Primzahlen betitelt sind statt mit 1, 2, und 3. Dass Christopher seine Gedankengänge oft in Listen niederbricht. Dass Christopher Dinge sehr logisch betrachtet. Wenn er etwas mag, oder etwas nicht mag, dann hat er dafür genaue Gründe.


Die Geschichte ist für den Leser schnell zusammengepuzzelt, man liest eher, damit man Christopher beim entdecken zusehen kann. An sich mochte ich das Buch, ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Es war jetzt aber weit weg von bombastisch und den Hype darum kann ich nicht verstehen. Es ist lesbar, aber man muss es nicht gelesen haben und ich kann Leute verstehen, die es absolut nicht mögen. Der Stil ist schon arg gewöhnungsbedürftig.


 

Für Fans von:

Extrem laut und unglaublich nah von Jonathann Safran Foer, Der Fänger im Roggen von J.D. Salinger, Schlachthaus 5 oder der Kinderkreuzzug von Kurt Vonnegut, Winn-Dixie von Katie DiCamillo.


 

  • Fun Fact: Diese Rezension wurde zwei mal geschrieben. Die erste war natürlich viel cooler und toller.
  • Das Buch hat 288 Seiten.
  • Verlag: cbj.
  • ISBN-10:  3570403211
  • Der Preis vom Ebook ist 6,99€, das Taschenbuch kostet 7,99€

 

 

Von Edwards und anderen Typen.

Ich lese gerade Invergent. Invergent ist der zweite Teil von Divergent. Und wie drücke ich das gewählt aus? Tobias ist ein Arsch. Ja. So. Jetzt habe ichs gesagt. Und das ist etwas, dass ich immer wieder bemerke, wenn es um männliche Loveinterests geht: Das sind in den meisten Fällen Menschen, die ich nicht um mich haben wollen würde, zumindest nicht als Partner. Vor allem bei Jugendliteratur sind das oftmals nicht sehr angenehme Persönlichkeiten.

I don't have any problem with that.... No, really, I don't :-)

Das erste mal fiell mir das bei Twilight auf. Im ersten Band war Edward noch ganz in Ordnung (es fängt immer erst beim zweiten an), aber spätestens beim dritten Band wollte ich seinen Kopf permanent mit dem von Bella zusammen schlagen. (Den vierten Teil habe ich mir dann gespart, genau wie alle Filme). Konstant wusste er besser als Bella, was Bella will und braucht, setzt sich über ihren Kopf hinweg und ist generell einfach gruselig, aber nicht im „Oh Gott, ein Vampir, wo ist mein Kruzifix?!“-Sinne, sondern im „Das ist der Typ dessen Partner einem immer leid tut“-Sinne.

buffy

Man wird ja noch träumen dürfen.


Jacob hatte ähnliche Charakterzüge, wenn auch aus anderen Motiven heraus. Aber er setzt sich, genau wie Edward über Bellas Kopf hinweg wenn er meint, Bella bräuchte das.


Also nicht, dass Bella die hellste Kerze am Zaun ist, aber nuja. Trotzdem ist sie ein menschliches Wesen dem zugestanden werden sollte sich selber für irgendetwas zu entscheiden ausser für einen Partner, der dann alle Entscheidungen für sie übernimmt.


Ganz abgesehen davon, dass es in der Literatur offensichtlich als ramontisch gilt, wenn jemand in mein Schlafzimmer einbricht und mir beim schlafen zuguckt. Noch romantischer ist nur, wenn ich dann aufwache und das Haus zusammen schreie bevor ich die Nachttischlampe nach dem Typen schmeisse.


Jedenfalls ist das seit Twilight ein ständiger Begleiter: Sobald ein Typ auftaucht in den die Protagonistin sich unsterblich verliebt frage ich mich, warum. Und meistens komme ich zu der Antwort: Keine Ahnung. Dieser Typ soll romantisch sein, charmant und jemand von dem man glauben kann, dass man sich in ihn verlieben könnte. Aber meistens lässt er die eigentliche Heldin einfach nur schwach und hirnlos erscheinen. Und Beziehungen wie eine Farce, obwohl uns gesagt wird, dass es so perfekt ist.


Woran liegt das? Wurde sich an Brontes (immer noch keine umgefallenen Tüpfelchen auf der Tastatur entdeckt, mea culpa) Heathcliff ein falsches Vorbild genommen? Stecken viele Autoren in der „In welchem Jahr sind wir eigentlich zur Hölle?“-Falle fest? Oder liegt das daran, dass Jugendbücher vor allem von Jugendlichen gelesen werden, die sich eben manchmal wünschen, dass jemand anders das Leben für sie in die Hand nimmt? Oder denken Autoren nur, dass Jugendliche sich das wünschen?


Jedenfalls wird es langsam alt, dass der Typ entweder ein Bad Boy ist; sich benimmt, als wäre seine Partnerin die Tochter/ das Haustier / ein Museumsgegenstand, oder beides.fiktional


Tobias ist wieder ein Charakter, den ich in die Schublade der nicht wirklich zu wünschenden Literaturfreunde stecke. Einerseits total blass und ersetzlich, andererseits total kontrollhaft und würde seine Freundin am liebsten 24/7 an sich ketten damit sie keine Dummheiten begeht.

Und da soll ich mir denken: So einen will ich auch?


Wie siehst du das? Achtest du auf sowas?