Bücher

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt von Nicola Yoon.

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Worum es geht:

Madeleine hat SCID, eine extreme Form von Immunschwäche. Seit sie ein Baby war, hat sie das Haus nicht mehr verlassen, da sie auf wortwörtlich alles schwer allergisch reagiert. Einzige Personen, mit denen sie Kontakt hat, sind ihre Krankenschwester Carla und ihre Mutter. 18 Jahre hat das gereicht, doch dann zieht nebenan Olly ein. Ihre Schlafzimmerfenster sind genau gegenüber und nach ein paar pantomimischen Einlagen schreibt er seine E-Mail-Adresse auf das Fensterglas. Und plötzlich ist das Haus für Madeleine viel kleiner, als es bisher war.

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Stört mich nicht! Ich lese ein Buch.

Aus gegebenem Anlass (der in jeder Minute existiert):

Julian Smith –  – I’m Reading a Book

Wo der Herr recht hat, hat er recht. Wenn man einen Buchwurm stört, hat man ganz schnell einen Buchdrachen am Hals.  Mit Feuer spucken und lautem schreien und Zeugs.

Die gemeine Buchwyvern.

Und das ist auch sehr verständlich. Es ist nicht so, dass wir von der Langeweile gerettet werden müssen, die uns ein Buch in die Hand gebracht hat. Der Störer ist mit Sicherheit derjenige, der uns gerade langweilt. Auch, wenn derjenige nur mit Essen, Verkehrsregeln, oder damit kommt, dass es eigentlich sein Buch ist.

Beastly von Alex Flinn (Kendra-Chronicles #1).

Beastly (Beastly, #1; Kendra Chronicles, #1)

Soundtrack zur Rezension:

The Duke Spirit – Love Is An Unfamiliar Name


Worum es geht:

In einem Chatroom treffen sich seltsame Gestalten: Ein Bär, ein Frosch, eine Meerjungfrau, ein Monster, und ein Psychiater. Jede Woche kommt diese Selbsthilfegruppe für Hexenflüche zusammen und langsam wird die Geschichte von BeastNYC zusammen gepuzzelt.

Kyle ist 15, hübsch, beliebt – und grausam. Hässliche Menschen haben in seiner Welt nicht verloren und werden gnadenlos rausgemobbt. Sein neuestes Opfer ist Kendra. Sein überraschen ist groß, als Kendra eines Abends wunderschön in seinem Schlafzimmer steht und ihn für seine Vergehen bestraft. Er wird in eine Mischung aus Mensch und Hund verwandelt.

Er hat zwei Jahre, um ein Mädchen zu finden, dass ihn liebt. Und Internet-Dating zählt nicht.


Zitat:

FROGGIE: hi, grizz.

GRIZZLYGUY: Ich habe Neuigkeiten!  Ich bin ein Mensch! Ich bin kein Bär mehr!

BeastNYC: Ein Mensch?

FROGGIE: glckwunsch.

BeastNYC: <- Total neidisch auf Grizz.

GRIZZLYGUY: Das Mädchen – sie heißt Schneeweißchen (also *nicht* Schneewittchen) – folgte mir in den Wald, als sie sich zu ihrem Sommerhaus aufmachten. Sie sah den bösen Zwerg, der mich mit einem Fluch belegte, und sie half mir, ihn zu töten.

FROGGIE: ihr hbt einen Zwerg umgbracht.

GRIZZLYGUY: Einen *bösen* Zwerg.

FROGGIE: trtzdem…

GRIZZLYGUY: Ich habe keine Straftat begangen, indem ich den Zwerg getötet habe, schließlich war ich da noch ein Bär.


Meine Meinung:

Die Idee mit dem Chatroom fand ich toll und modern. Wie die verschiedenen Märchenfiguren miteinander agieren, sich Mut zusprechen, füreinander freuen oder Ideen austauschen war einfach lustig mit anzusehen.

Dabei war FROGGIE mit Abstand mein liebster Chatter. Trotz Schwimmhaut bedingter Tippfehler schafft er es pointiert, sich über die anderen (oder sich selbst. Und Fliegen.) sarkastisch auszulassen. Und wenn er nicht betonen würde, dass er mal ein Prinz war, könnte man vermuten, dass jemand Chandler Bing verwandelt hat.

Bei SilentMaid habe ich mich allerdings gefragt, warum sie ihrem Loveinterest, nu ja, nicht einfach schreibt. Scheint sie ja zu beherrschen.

Es ist nur ein kleiner Teil des Buches im Chat angesiedelt. Die Fragen, die dort gestellt werden, bringen den Leser jeweils zurück zu Kyle, der erzählt, wie das bei ihm so ist.


Gestört hat mich der Spiegel. Der Spiegel. Ich habe mich ja schon damit abgefunden, dass dieses Deus ex Machina seit Es war einmal… von Jean Cocteau in jeder verdammten Die Schöne und das Biest-Neuinterpretation dabei ist. Übrigens ist Es war einmal… die gruseligste Version von die Schöne und das Biest, die ihr so finden könnt.

Seht ihr, was ich meine? Dieser Film ist übrigens für Kinder. Wie die verdammten Sieben Geißlein. Wie auch immer. Kyle benutzt diesen Spiegel, um Mädchen unter der Dusche zu beobachten, dem Präsidenten auf der Toilette aufzulauern, und seinem Loveinterest beim schlafen zu zugucken.

Did that person really just pass you your complimentary cranberry juice with their fingers on the rim of the cup?:

Deus Ex Scuse Me, das geht überhaupt nicht. Im ganzen Buch wird das als lustig und romantisch abgetan, was so gar nicht passt, weil seine schlechten Taten normalerweise als schlechte Taten dargestellt werden. Selbst als er Lindy gefangen nimmt, wird es genau als Gefangenschaft bezeichnet und er wird permanent von anderen Charakteren darauf angesprochen, dass das nicht okay ist. Aber nichtsahnende nackte Mädchen beaugapfeln? Voll okay.

Also den Spiegel hätte man auch weglassen können.

Vielleicht liegt das Problem aber auch daran, dass Kyle und Lindy 16 Jahre alt sind. Das ist verdammt jung für den Plot von Die Schöne und das Biest.

Doof fand ich auch am Schluss, dass

Spoiler zum Schluss! Den Text mit der Maus markieren, um ihn lesen zu können.Will, Kyles blinder Freund, am Ende sehen konnte, weil der Fluch gebrochen wurde.Gut, es war Zauberei, aber es ist nicht das schlimmste der Welt, Jugendlichen klar zu zeigen, dass manches eben kein Happy End hat.


Toll fand ich, dass sie das Buch in großen Teilen um Bücher dreht. Da Kyle das Haus kaum verlassen kann, vertreibt er sich die Zeit mit lesen. Er brettert durch alle Klassiker von Der Glöckner von Notre Dame über Frankenstein zu Das Bildnis von Dorian Grey , und Lindy ist mit ihrem Faible für Bücher der Bronte- (immer noch ohne umgefallene Tüpfelchen, mea culpa) Schwestern und Shakespeare steht ihm in nichts nach.


Der Schreibstil des Buches war angenehm und kurzweilig. Längen (immerhin sitzt Kyle die meiste Zeit Zuhause rum) sind überschaubar und mit Büchern aufgefüllt. Die Charaktere sind leibenswert. Und es gibt sogar Hexen.

BeastNYC: <seufz> Ok. Alles begann mit einer Hexe.

FROGGIE: so fngt immer alls an.


Für Fans von:

Wie Monde so silbern von Marissa Meyer.

Zwischen Schnee und Ebenholz von Ann-Kathrin Wolf.

Hex in the City von Shanna Swendson.


Weitere Rezensionen:

Bella’s Wonderworld.

Zwischen den Seiten.


Fakten zum Buch:
  • Der nächste Band heißt Magical.
  • In Magical geht es darum, wie Kendra rausfand, dass sie eine Hexe ist und dann durch verschiedene Märchen stolpert.
  • Und der doofe Spiegel wird dort schon im Klappentext erwähnt.
  • Verlag: Baumhaus.
  • ISBN: 383393844
  • 333 Seiten.

Also ich kann weibliche Bösewichte gar nicht mal so gut leiden.

Ich mag weibliche Bösewichte nicht.

Aber bevor ich den ungezügelten Hass aller Leser auf mich ziehe: Ich habe dafür gute Gründe. Ich würde nämlich sehr gerne mehr weibliche Bösewichte lesen. Wenn da nicht ein Problem wäre.

Weibliche Bösewichte haben einfach keinerlei gute Motive. Genau genommen haben sie immer nur ein einziges. Ihnen wurde das Herz gebrochen. Ein Mann war gemein zu ihnen. Er hat sie betrogen, er hat sie gar nicht erst angesehen, er hat ihr Leben ruiniert, weil er sie nicht (mehr) wollte. Oder, bei Erweiterung, seine Geliebte oder Tochter wars. Also schuld am Unglück.

Und es nervt. Unheimlich. Männer haben alle Motive des Spektrums zur Verfügung, inklusive gar keines. Frauen? Die haben Liebeskummer.

Die einzigen beiden Frauen, bei denen das nicht so war, sind Bellatrix Lestrange aus Harry Potter und, weil ich nicht spoilern will, die Killerin in Ich soll nicht töten. Beide waren einfach nur böse, weil sie böse waren.

Die eine war allerdings nur der Minion des männlichen Bösewichts, und die andere so sehr Strippenzieherin im Hintergrund, dass sie vielleicht 5 Szenen im letzten Buch hatte. Von denen 3 bei Skype waren.

 

bellminion

Kopfkino.

 

Was solln das?

Das fing schon damals bei den Gebrüdern Grimm an, als die Stiefmütter alle doofe Hexen waren. Und wo es damals noch guten Grund hatte, immerhin waren Stiefmütter damals größtenteils doofe Hexen, zieht sich das immer noch durch die Literatur wie reingetretene Hundekacke auf dem Gehweg.

Weibliche Bösewichte sind flache Charakter, die einfach kaum Reibungsfläche bieten. Es interessiert mich kein bisschen, ob deren Beziehung gescheitert ist. Warum auch? Das ist doch schon passiert, bevor das Buch überhaupt gestartet hat. Ich kenn die doch gar nicht! Warum sollte ich was über deren Beziehungsstatus wissen wollen?

Und warum zur Hölle muss ich ein ganzes Buch darüber lesen?

Ich habe jedenfalls keine Lust mehr über weibliche Bösewichte zu lesen. Zumindest, bis sich da was geändert hat. Bis dahin können die mich mal.

stinkefinger

Wie seht ihr das? Kennt ihr einen weiblichen Bösewicht, die nicht wegen einem Mann böse wurde? Oder stört euch das gar nicht?

Bookish Sunday #6. Wer ist dein Lieblingsautor und wieso?

Jeden Sonntag wird bei The call of freedom and love eine Frage über Bücher gestellt. Dieses Mal:

Wer ist dein Lieblingsautor?

Meine Lieblingsautorin ist Joanne Harris.

Ihre Charaktere sind menschlich (selbst, wenn sie Hexen sind). Sie haben Fehler. Sie bereuen Dinge aus ihrer Vergangenheit. Sie wissen nicht immer, wie sie mit einer Situation umgehen sollen. Und sind so toll beschrieben, als könnte man ihnen über den Weg laufen, so echt scheinen sie.

Ihr Schreibstil ist perfekt. Ihre Bücher sind so gut durchdacht, dass jedes Detail stimmt. Es gibt weder überflüssige Szenen, noch sind es zu wenig. Kochen und Essen spielen in jedem ihrer Bücher eine wichtige Rolle. Was bei mir immer zieht. (Eigentlich sollte ich durch den Blog rollen, und bin selber erstaunt, dass dem nicht so ist). Bei jedem noch mal-lesen fällt mir ein neues Detail auf.

Ihre Geschichten sind interessant, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so scheinen mag.

Mein Lieblingsbuch ist Chocolat. Darin zieht eine Hexe mit ihrer Tochter in ein kleines Dorf und eröffnet pünktlich zur Fastenzeit eine Chocolaterie, wodurch der Pfarrer ihr den Krieg erklärt. Wovon die Hexe zunächst gar nichts merkt. Aber es geht ums Prinzip. 

Joanne Harris ist die einzige Autorin, die ich halbwegs auf dem Schirm habe, und von der ich immer über Neuerscheinungen informiert bin. Wenn ich ein Buch von ihr sehe, greife ich bedenkenlos zu, denn es wird sowieso toll sein.

Joanne Harris’ Bücher rocken.

Neuzugänge.

Normalerweise zeige ich ja keine Neuzugänge, weil ich auf meinem allerliebsten Kindle lese, und das zu fotografieren einfach nicht schön ist. Aber heute habe ich zwei Mängelexemplare mitgenommen, und dachte, ich springe mal auf den Zug, seine neuen Subleichen zu zeigen, auf. (Funfact: Mein Tisch ist vermutlich fast so alt wie ich, von meiner Mutter geklaut, und voller Macken. Hab ihn trotzdem lieb.)

 

bridget

Bridget Jones: Verrückt nach ihm von Helen Fielding. Goldmann.

 

Bis jetzt habe ich ja behauptet, ein dritter Band würde nicht existieren. Aber nachdem es mir heute in die Hände gefallen ist, dachte ich, ich lese es mal. Irgendwie muss ich ja meinen schlechten Verdacht begründen. Und wenn es so bescheuert wie befürchtet ist, kann ich immer noch darauf zurück kommen, dass es Verrückt nach ihm nicht gibt.

In Verrückt nach ihm geht es darum, dass Mark Darcy bei einer Bombenexplosion ums Leben gekommen ist (seht ihr, warum ich bisher das Dasein dieser Geschichte geleugnet habe?) und Bridget Jones mit ihrem Status als Witwe und Single-Mutter umgehen muss. Dabei verliebt sie sich in einen viel jüngeren Mann. Und muss sich gegen die Kuppelversuche der ganzen Welt behaupten. Wie in den letzten zwei Teilen.

türme

Der Turm der Könige von Nerea Riesco. Scherz.

Von diesem Buch habe ich noch nichts gehört. Aber der Klappentext war spannend und der Schachartige Titel hat mich sofort angesprochen.

1248: Christen kämpfen gegen Muslime. Der Krieg ist fast gewonnen, doch in Sevilla steht ein Turm, über den noch nicht entschieden ist. König Fernando schlägt Axataf einen Deal vor. Ein Schachturnier soll entscheiden, wer den Turm rechtmäßig besitzen darf. Doch das Turnier bleibt länger unentschieden, als gedacht, und das Buch verwandelt sich in eine Familiensaga.

Ansonsten hat sich diese Woche noch Die rote Königin von Victoria Aveyard dazu gesellt, welches mir von Carlsen als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Und nachdem ich dieses Jahr viele Griffe ins Klo hatte, gefällt mir dieses bisher ausgesprochen gut. Muss ja auch mal sein.

Die rote Königin (Die Farben des Blutes #1)

Es geht um Mare, die rotes Blut hat. In ihrer Welt wird man unterteilt in Rote und Silberne, die Silbernen sind adlig, und die Roten Diener. Die Silbernen haben, je nach Stammbaum, besondere Kräfte, wie Feuer kontrollieren zu können oder Pflanzen wachsen zu lassen. Als Mare gerade bei der Brautschau für die Königssöhne als Kellnerin arbeitet, entfährt ihr ein Blitz. Eine rote, die Elektrizität kontrollieren kann, darf es natürlich nicht geben,  daher wird sie schnell als verschollene Adelige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Gleichzeitig tobt ein Krieg außerhalb der Palastmauern.  Der König und die Königin hoffen, dass Mare als ‚Silberne‘, die in roten Verhältnissen aufgewachsen ist, den Aschenputteltraum erfüllt und die Roten wieder zum parieren bringt.

Wie gesagt, bisher kann ich es empfehlen.

Und wenn wir schon dabei sind, muss ich den Service netgalley.de loben. Ich habe Samstag nachts meinen Blog angemeldet und das Buch angefragt, und Montag morgens war es schon auf meinem Kindle, als hätten sie nur darauf gewartet.Ich habe damit jedenfalls nicht gerechnet und bin positiv erstaunt. Nicht nur, weil mein Blögchen offensichtlich ernst genommen wird. Sondern weil ich dachte, dass das bestimmt Tage oder Wochen braucht.

Und nein, ich werde, so als waschechter Buchblogger, nicht für diese Werbung bezahlt.

Twilight neu verföhnt.

Die Autorin von Twilight schrieb zum 10. Jubiläum Twilight neu mit einem männlichen Menschen und einem weiblichen Vampir:

Stephenie Meyer schreibt Twilight neu mit vertauschten Rollen.

“I’ve always maintained that it would have made no difference if the human were male and the vampire female – it’s still the same story. Gender and species aside, Twilight has always been a story about the magic and obsession and frenzy of first love.”

Na dann, Prost.


Hunger von Michael Grant (Gone #2)

Worum es geht:

In der FAYZ gibt es nichts mehr zu essen. Vorräte sind aufgebraucht, die Felder mit Kohl und Melonen von menschenfressenden Würmern besetzt. Gleichzeitig nimmt der Unmut über die Superkräfte zu. Die Stadt teilt sich in die „Freaks“ und die „Human Crew“, die sich ungerecht behandelt fühlt, auf. Als es über den letzten Streifen Beef Jerky einen Toten gibt spitzt sich die Lage letztendlich zu und ein wütender Mob streift durch die Straßen.

Meine Meinung:

Mir hat auch der zweite Teil ganz gut gefallen. Ich habe mich schon beim ersten Band gewundert, wie lange das Essen wohl hält, da die Kinder weder Vorrat halten noch kochen können und so viel im Müll gelandet ist. Nun, das ist nicht mehr so. Zum einen, weil sie nichts mehr zum Verschwenden haben, zum anderen, weil sie inzwischen sogar Unkraut und Ratten kochen.

Sowohl Sam als auch Caine haben sich seit dem ersten Band stark verändert. Sam, weil er sich um alle in der FAYZ kümmert und nicht mehr als eine Stunde Schlaf in der Nacht hat; Caine, weil er die Dunkelheit in sich hat und seitdem rastlos versucht, diese zu befriedigen. Diese ist nämlich genauso hungrig wie die Kinder in Perdido Beach.So haben sich die Machtverhältnisse etwas geändert, da Caine nicht mehr perfekt alles vorraus planen kann und Sam ihm einige male im denken zuvor kommt. Immerhin. Ich mochte Caines intelligente Art im ersten Buch, und ich denke, er wird irgendwann auch wieder dorthin zurück kehren in den nächsten Bänden, aber so war es zumindest nicht eine Wiederholung vom letzten Teil.

Was mir nicht so gut gefallen hat (neben den immer noch dummen Spitznamen): Die Rollenverteilung. Die war dann doch sehr seltsam. Entweder die Mädchen wurden vor wichtigen Dingen wie zufällig ausgeknockt oder anderweitig aufgehalten, wenn sie nicht gleich zuhause bei den kleinen Kindern blieben um sich um diese zu kümmern. Was für ein seltsamen Bild hat der Autor von Mädchen, dass er sie nicht kämpfen lässt? Das hat mich wieder an TKKG erinnert, wo das G immer zu Hause hockte „weil das zu gefährlich für Mädchen ist“.

Was mich zum nächsten Punkt bringt: Die Jungen werden immer mit Charakter beschrieben. XY war ein cooler Typ, XY war gerne auf Streit aus, was auch immer. Mädchen hingegen wurden immer nur physisch beschrieben. Jedes Mädchen war attraktiv, hübsch, hatte schöne Haare, einen schönen Mund, große Augen… und das eine Mal, als ein Mädchen als „nicht wirklich hübsch“ beschrieben wurde, kam prompt der Satz „aber sie war trotzdem irgendwie süß“ hinterher. Mal wieder frage ich mich bei YA-Literatur, in welchem Jahr wir eigentlich sind.

Allerdings ist der Autor in einem Punkt besser geworden:

Das andere, was mir nicht gefallen hat: Der Autor kann seine Figuren nicht leiden sehen. Oh, es wird gestorben. Aber die Radiesschen werden nur von Figuren von unten betrachtet, die man noch nie gesehen hat, den Namen nicht mal kennt, und die man auch nicht vermissen wird. Die Hauptcharaktere tragen nicht mal eine Narbe davon. Was irgendwie mies ist, wenn man gerade über einen Krieg liest mit No-Holds-Barred Beatdown.

Nicht gut, aber besser.

Ansonsten haben mir die Entwicklungen in diesem Buch sehr gut gefallen. Im nächsten Band gibts dann keinen Strom mehr. Mal sehen wer dann auf den Kriegspfad geht.

  • Der Vorgänger heisst Gone.
  • Der Nachfolger heisst Lügen.
  • Das Buch hat 496 Seiten.
  • Verlag: Ravensburger Buchverlage.
  • ISBN-10: 3473584096
  • Der Preis vom Ebook ist 6,99€, das Taschenbuch kostet 9,99€

DasWetteristscheißeBuchliste: Gothikbücher.

Noch 47 Tage bis Halloween, ihr Nasen! Der blöde Herbst nähert sich in großen Schritten, man möchte sich in der liebsten lila Strickjacke und mit veganem Grilled Cheese und Tomatensuppe in einer Ecke verkrümeln und bis zum Frühling überwintern. Damit das nicht ganz so langweilig wird braucht man natürlich Bücher passend zur Stimmung. Gothikbücher sind da ideal; sie haben eine dunkle Grundstimmung die gut mit dem Herbst einhergeht, sind gruselig und spannend, ohne blutig und brutal zu sein, und sie gehen einem runter wie Grilled Cheese mit Tomatensuppe.


Produkt-InformationDracula von Bram Stoker ist ein Klassiker, der die Bausteine für den modernen Vampirroman gelegt hat, die in den letzten Jahren so ordentlich zerpflügt werden.

Graf Dracula setzt von Rumänien nach England über und tötet dort ein Mädchen, das sich daraufhin ebenfalls in einen Vampir verwandelt.
Ihre Verehrer wollen das nicht auf sich sitzen lassen und begeben sich auf die Jagd nach dem Grafen.

Rebecca von Daphne Du Maurier war tatsächlich das erste Buch, über das ich gebloggt habe.
(Auch wenn es geschickt als Posting über Marmelade getarnt ist.)

Die Protagonistin lernt in einem Hotel den Witwer Maxim DeWinter kennen und die beiden heiraten nach kurzer Zeit.
Doch als sie in sein Haus Manderley ziehen ist das Hauspersonal, angeführt von Mrs Danvers, gar nicht einverstanden mit der neuen Herrin.
Rebecca, Maxims erste Frau, ist noch in ihren Tod so beliebt bei der
Haushälterin, dass sie gar nicht daran denken mag, sich einer neuen Mrs DeWinter unterzuordnen. Diese stößt gegen eine Mauer von Rätseln: Wer war Rebecca? Und wie ist sie gestorben?

 Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern ist wohl das jüngste Mitglied im Gothicbuchregal. Dabei lässt es sich jedoch nicht die  Margarine vom Brot nehmen und kann sich gut gegen die alten Klassiker behaupten. Das auf dem Cover ist übrigens ein Zelt, keine  Puppe. Ich habe etwa die Hälfte des Buches gelesen, bis mir das aufgefallen ist.

  Der Nachtzirkus hat seinen Namen nicht von ungefähr: Ohne Ankündigung ist er da, eine Nacht geöffnet und in der nächsten schon wieder verschwunden. Was unglaublich klingt, ist natürlich Zauberei. Hinter den Kulissen tragen zwei Magier ihr uraltes Duell aus: Wie erzieht man einen Lehrling am besten? Ihre beiden Kinder Marco und Celia sollen es dieses mal entscheiden und der Zirkus dient als Arena.

Die Sturmhöhe ist von einer Bronte. Muss ich mehr sagen? (Wo sind eigentlich die umgefallenen Tüpfelchen auf der Tastatur?)


Der Besitzer des Anwesens Die Sturmhöhe stirbt. Sein Sohn Hindley übernimmt die Leitung, das Mündel Heathcliff wird zum Diener bestimmt und seine Schwester Cathy heiratet den reichen Nachbarn Edgar, um von dem allen wegzukommen. Heathcliff, der in Cathy verliebt war, schwört Rache. Über Jahre terrorisiert er systematisch alle, die in diesen Kreis geraten.

 Jane Eyre von Charlotte Bronte (umgefallene Tüpfelchen, die zweite) ist zwar im selben Genre angeordnet, dennoch ist es komplett anders als die Sturmhöhe. In Jane Eyre geht es darum, erst auf sich selber zu achten und sich zu lieben, bevor man eine Beziehung eingeht.

Jane ist eine Waise, die von ihrer Tante in ein Internat für sozial benachteiligte geschickt wird. Jane hat Glück und überlebt ihre Schulzeit, wird selber Lehrerin dort. Doch sie möchte auch mal etwas anderes sehen und sucht sich eine Stelle als Gouvernante für das Mündel von Mr. Rochester, in den sie sich schnell verliebt. Doch irgendetwas stimmt nicht in diesem Haus.

Perfume: The Story of a MurdererDas Parfüm von Patrick Süßkind ist eine Ausnahme in der Gothicabteilung: Eine Liebesgeschichte gibt es nicht.

Grenouille wird hässlich, dafür aber mit einer sehr gut funktionierenden Nase geboren. Diese nutzt er, um die besten Parfüms herzustellen. Doch was passiert, wenn ihm die angebotenen Zutaten dafür nicht mehr reichen?

 Der geheime Garten von Frances Hodgson Burnett ist eine weitere Ausnahme in der Gothicwelt da die Protagonisten Kinder sind.

Mary Lennox‘ Eltern sterben in Indien und Mary wird auf das Anwesen ihres Onkels geschickt, um dort zu leben. Der Onkel ist niemals da, die Diener haben keine Zeit für sie und das Haus mit seinen nächtlichen Schreien, die sonst niemand hört, ist gruselig. Daher streift sie mit dem Bruder eines der Mädchen durch die vielen Gärten des Hauses. Doch einer ist abgeschlossen und unzugänglich. Warum sollte jemand einen Garten abschließen und sich nicht darum kümmern? Mary beschliesst, sich Zugang zu verschaffen.

Große Erwartungen von Charles Dickens hat auch alles,
was eine Gothic Novelle braucht: Ein Geheimnis, ein Verlangen, und noch ein Geheimnis.

Der junge Pip verbringt die Tage in der Schmiede seines Schwagers als
ihm plötzlich ein unbekannter Gönner
Geld und eine Ausbildung zum Gentlemen zukommen lässt.
Kann er damit die gefühlskalte Estella gewinnen?

  Und dann gabs keines mehr von Agatha Chrstie ist das oiginale Hunger Games. Keiner ist sicher, und man weiß nicht, mit wem man mitfiebern soll. Ich habe dieses Buch schon immer geliebt und es ist das einzige, von dem ich mehr als eine Ausgabe besitze.

U. R. Owen lädt zum Dinner auf seiner privaten Insel: Doch statt dem Essen gibt es eine Schallplatte, die jeden Anwesenden eines Verbrechens bezichtigt. Owen verspricht, dass diese nicht ungesühnt bleiben werden. Doch so sehr die Gäste sich wehren, nach und nach verschwindet wieder jemand und taucht als Leiche auf…

 

Liest du auch Gothik? Was ist dein liebstes Gothikbuch?
 

Adriana Popescu – Livestreamlesung aus ihrem ersten Roman „Ein Sommer und vier Tage“.

Der Randomhouseverlag hat mich heute per Email darüber informiert, dass am 12. August um 19 Uhr auf litlounge.tv  Adriana Popescu live aus ihrem Erstlingswerk „Ein Sommer und vier Tage“ lesen wird.  Und nicht nur das, sie beantwortet alle Fragen und überhaupt und sowieso. 

Also wer schon immer mal einer Autorin Fragen stellen wollte, eine Lesung besuchen bei der der Autor nicht merkt, wenn man sich verdrückt weils doch nichts für einen ist, oder einfach nur gerne Leute vorlesen hört – reinschalten.

Adriana  Popescu - Ein Sommer und vier Tage

Sich mal so richtig verknallen! Das wär‘s, denkt sich die 16-jährige Paula, der ihr wohlbehütetes Leben manchmal ganz schön auf die Nerven geht. Lernen, lernen, lernen und dann Karriere machen, das kann doch nicht alles sein! Paula würde viel lieber ferne Länder bereisen, ein richtiges Abenteuer erleben und sich mal so richtig, richtig verlieben. Als sie während der Busfahrt nach Amalfi ins Sommerferienlager versehentlich an einer norditalienischen Raststätte zurückgelassen wird – ausgerechnet mit dem süßesten Typen der Gruppe –, packt sie die Gelegenheit beim Schopf und lässt sich für vier köstliche, völlig losgelöste Tage mit ihm allein durch Italien treiben … Tanzen im Mondschein am Strand all inclusive.Verlagsseite

(Hört sich so an, als wäre kein scheiß Liebesdreieck dabei! Das Buch hat schonmal einen Pluspunkt.)