Beastly von Alex Flinn (Kendra-Chronicles #1).

Beastly (Beastly, #1; Kendra Chronicles, #1)

Soundtrack zur Rezension:

The Duke Spirit – Love Is An Unfamiliar Name


Worum es geht:

In einem Chatroom treffen sich seltsame Gestalten: Ein Bär, ein Frosch, eine Meerjungfrau, ein Monster, und ein Psychiater. Jede Woche kommt diese Selbsthilfegruppe für Hexenflüche zusammen und langsam wird die Geschichte von BeastNYC zusammen gepuzzelt.

Kyle ist 15, hübsch, beliebt – und grausam. Hässliche Menschen haben in seiner Welt nicht verloren und werden gnadenlos rausgemobbt. Sein neuestes Opfer ist Kendra. Sein überraschen ist groß, als Kendra eines Abends wunderschön in seinem Schlafzimmer steht und ihn für seine Vergehen bestraft. Er wird in eine Mischung aus Mensch und Hund verwandelt.

Er hat zwei Jahre, um ein Mädchen zu finden, dass ihn liebt. Und Internet-Dating zählt nicht.


Zitat:

FROGGIE: hi, grizz.

GRIZZLYGUY: Ich habe Neuigkeiten!  Ich bin ein Mensch! Ich bin kein Bär mehr!

BeastNYC: Ein Mensch?

FROGGIE: glckwunsch.

BeastNYC: <- Total neidisch auf Grizz.

GRIZZLYGUY: Das Mädchen – sie heißt Schneeweißchen (also *nicht* Schneewittchen) – folgte mir in den Wald, als sie sich zu ihrem Sommerhaus aufmachten. Sie sah den bösen Zwerg, der mich mit einem Fluch belegte, und sie half mir, ihn zu töten.

FROGGIE: ihr hbt einen Zwerg umgbracht.

GRIZZLYGUY: Einen *bösen* Zwerg.

FROGGIE: trtzdem…

GRIZZLYGUY: Ich habe keine Straftat begangen, indem ich den Zwerg getötet habe, schließlich war ich da noch ein Bär.


Meine Meinung:

Die Idee mit dem Chatroom fand ich toll und modern. Wie die verschiedenen Märchenfiguren miteinander agieren, sich Mut zusprechen, füreinander freuen oder Ideen austauschen war einfach lustig mit anzusehen.

Dabei war FROGGIE mit Abstand mein liebster Chatter. Trotz Schwimmhaut bedingter Tippfehler schafft er es pointiert, sich über die anderen (oder sich selbst. Und Fliegen.) sarkastisch auszulassen. Und wenn er nicht betonen würde, dass er mal ein Prinz war, könnte man vermuten, dass jemand Chandler Bing verwandelt hat.

Bei SilentMaid habe ich mich allerdings gefragt, warum sie ihrem Loveinterest, nu ja, nicht einfach schreibt. Scheint sie ja zu beherrschen.

Es ist nur ein kleiner Teil des Buches im Chat angesiedelt. Die Fragen, die dort gestellt werden, bringen den Leser jeweils zurück zu Kyle, der erzählt, wie das bei ihm so ist.


Gestört hat mich der Spiegel. Der Spiegel. Ich habe mich ja schon damit abgefunden, dass dieses Deus ex Machina seit Es war einmal… von Jean Cocteau in jeder verdammten Die Schöne und das Biest-Neuinterpretation dabei ist. Übrigens ist Es war einmal… die gruseligste Version von die Schöne und das Biest, die ihr so finden könnt.

Seht ihr, was ich meine? Dieser Film ist übrigens für Kinder. Wie die verdammten Sieben Geißlein. Wie auch immer. Kyle benutzt diesen Spiegel, um Mädchen unter der Dusche zu beobachten, dem Präsidenten auf der Toilette aufzulauern, und seinem Loveinterest beim schlafen zu zugucken.

Did that person really just pass you your complimentary cranberry juice with their fingers on the rim of the cup?:

Deus Ex Scuse Me, das geht überhaupt nicht. Im ganzen Buch wird das als lustig und romantisch abgetan, was so gar nicht passt, weil seine schlechten Taten normalerweise als schlechte Taten dargestellt werden. Selbst als er Lindy gefangen nimmt, wird es genau als Gefangenschaft bezeichnet und er wird permanent von anderen Charakteren darauf angesprochen, dass das nicht okay ist. Aber nichtsahnende nackte Mädchen beaugapfeln? Voll okay.

Also den Spiegel hätte man auch weglassen können.

Vielleicht liegt das Problem aber auch daran, dass Kyle und Lindy 16 Jahre alt sind. Das ist verdammt jung für den Plot von Die Schöne und das Biest.

Doof fand ich auch am Schluss, dass

Spoiler zum Schluss! Den Text mit der Maus markieren, um ihn lesen zu können.Will, Kyles blinder Freund, am Ende sehen konnte, weil der Fluch gebrochen wurde.Gut, es war Zauberei, aber es ist nicht das schlimmste der Welt, Jugendlichen klar zu zeigen, dass manches eben kein Happy End hat.


Toll fand ich, dass sie das Buch in großen Teilen um Bücher dreht. Da Kyle das Haus kaum verlassen kann, vertreibt er sich die Zeit mit lesen. Er brettert durch alle Klassiker von Der Glöckner von Notre Dame über Frankenstein zu Das Bildnis von Dorian Grey , und Lindy ist mit ihrem Faible für Bücher der Bronte- (immer noch ohne umgefallene Tüpfelchen, mea culpa) Schwestern und Shakespeare steht ihm in nichts nach.


Der Schreibstil des Buches war angenehm und kurzweilig. Längen (immerhin sitzt Kyle die meiste Zeit Zuhause rum) sind überschaubar und mit Büchern aufgefüllt. Die Charaktere sind leibenswert. Und es gibt sogar Hexen.

BeastNYC: <seufz> Ok. Alles begann mit einer Hexe.

FROGGIE: so fngt immer alls an.


Für Fans von:

Wie Monde so silbern von Marissa Meyer.

Zwischen Schnee und Ebenholz von Ann-Kathrin Wolf.

Hex in the City von Shanna Swendson.


Weitere Rezensionen:

Bella’s Wonderworld.

Zwischen den Seiten.


Fakten zum Buch:
  • Der nächste Band heißt Magical.
  • In Magical geht es darum, wie Kendra rausfand, dass sie eine Hexe ist und dann durch verschiedene Märchen stolpert.
  • Und der doofe Spiegel wird dort schon im Klappentext erwähnt.
  • Verlag: Baumhaus.
  • ISBN: 383393844
  • 333 Seiten.
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4 Kommentare

  1. Das mit dem Spiegel wusste ich gar nicht mehr 😮 Ich denke ich muss das Buch bald einfach nochmal lesen 😀 Aber die Chats fand ich auch früher schon total cool.

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