A Little Princess von Frances Hodgson Burnett.

A Little Princess


Sara Crewe wächst auf, wie eine Prinzessin: Ihr reicher Vater verwöhnt sie und und ihre Kindermädchen vergöttern Sara. Als ihr Vater stirbt wird entdeckt, dass er lange kein Geld mehr hatte. Die Schulden muss Sara deshalb in ihrem Mädcheninternat abarbeiten.  Trotz dem Sklavenstatus ist Sara fest entschlossen, sich weiterhin königlich zu benehmen.


Ich habe das Buch zufällig bei Projekt Gutenberg gesehen und   war leicht besorgt: Einerseits mochte ich zwar Der geheime Garten von der selben Autorin, hasste aber (und das nicht mal leidenschaftlich) den Anime Kleine Prinzessin Sara, den es früher gab. Oder vermutlich gibts ihn immer noch, zum Glück wird er aber nicht mehr gezeigt. Auf jeden Fall war meine Sorge unbegründet: Das Buch A Little Princess war toll.

Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es war eins dieser Bücher, die einen fühlen lassen, als wäre man gefüllt mit warmer Schokolade während man in einem Haufen Welpen und Zuckerwatte liegt.


“I liked you to listen to it,” said Sara. “If you tell stories, you like nothing so much as to tell them to peolpe who want to listen. I don’t know why it is. Would you like to hear the rest?”


Einen Kritikpunkt habe ich: Sara war zu perfekt. Wie der Prototyp einer Mary Sue. Alles was sie tat, alles, was sie sagte, alles war perfekt. In ihrer allererste Unterrichtsstunde verkündet der Lehrer, dass er ihr nichts mehr beibringen könne, weil ihr Französisch vollendet sei. Und so geht es gerade weiter. Also ja. Mir sind Charakter mit einem kleinen Fehler natürlich lieber, auch bei Kinderbüchern. Es wäre zumindest schöner gewesen, wenn es nicht auf jeder Seite 10 mal erwähnt würde, wie toll Sara ist. Nach 5 Seiten dachte ich mir dann doch: Okay, jetzt weiß ichs. Muss man mir nicht mehr sagen.

Als Sara dann jedoch zur Sklavin wurde ist das viel, viel besser geworden. Und ihr abmühen, sich weiter wie eine Prinzessin zu benehmen, obwohl sie seit 2 Tagen nichts mehr zu essen hatte, lässt sie dann doch viel menschlicher erscheinen.


Ein echter Pluspunkt ist, dass Sara ein Buch nach dem anderen verschlingt. Wie ein Buchwurm wühlt sie sich durch jedes Buch, das sie in die Finger bekommt. Sie fiebert auf Neuerscheinungen hin. Und sie wäre generell ein Buchblogger, wenn sie heute am Leben wäre.


Never did she find anything so difficult as to keep herself from losing her temper when she was suddelny disturbed while absorbed in a book. People who are fond of books know the feeling of irritation which sweeps over them at such a moment. The temtation to be unreasonable and snappish is one not easy to manage.

Von daher ist es ein echtes, flauschig-warmes, Wohlfühlbuch.

Advertisements

5 Kommentare

  1. „Es war eins dieser Bücher, die einen fühlen lassen, als wäre man gefüllt mit warmer Schokolade während man in einem Haufen Welpen und Zuckerwatte liegt.“ Das ist ja mal eine coole Beschreibung eines Buches und katapultiert es sofort auf meine WuLi.

    LG

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s