#Halloweenwochen: Seelenkuchen.

halloweenwochen

 

Zum Abschluss der Halloweenwochen hier ein Rezept für Seelenkuchen.seelenkuchen

Seelenkuchen klingt nicht nur cool, und vor allem so, als wären da tausend verlorene Seelen drin, er ist alte Tradition. Früher, als die Jahreszahl noch 3-stellig war, wurde Seelenkuchen an Samhain gebacken. Die Leute sind dann von Haus zu Haus gezogen, haben sich einen Seelenkuchen geholt und dafür für die Seele des Bäckers oder Gebers gebetet. Das war der Ursprung von All Hallows Eve, das später in Halloween abgekürzt wurde.

Damals hat man getrocknete Früchte und Beeren in den Teig gemischt. Heutzutage findet man ihn in Bäckereien meist mit in Rum eingelegten Rosinen unter dem Namen Allerheiligenspitz. Aber meine Version ist pur, um die breite Masse (aka, meine Familie) anzusprechen. Außerdem passt er so viel besser zu der heißen Schokolade, die es dazu gibt.

 

seelenkuchen2

Seelenkuchen.

Zutaten:

  • 250g Mehl
  • 175ml Mandelmilch (schmeckt bestimmt auch mit Haselnuss)
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 50g ´brauner Zucker
  • 1 EL Ahornsirup
  • 10g weiche Margarine
  • 60g Mehl
  • je eine Prise Salz, Pfeffer, Anis, Kurkuma, Kardamom, und Zimt.

Die Milch auf dem Herd erwärmen, aber nicht kochen. Alle Gewürze hinzufügen.

250g Mehl abwiegen und in eine Rührschüssel geben.

Wenn die Milch dampft ist sie gut. Dann ist sie zwar warm, aber immer noch kalt genug für die Hefe, die jetzt, zusammen mit dem Ahornsirup, darin aufgelöst wird. Am besten wird die Milch dazu vom Herd genommen.

Wenn die Hefe vollständig aufgelöst ist wird die Milch mit dem Mehl verrührt.

Dann kommt die Margarine dazu, die man ebenfalls unterzwirbelt.

Zum Schluss werden die 60g Mehl reingeknetet damit es ein richtiger Teig wird.

Den Teig gehen lassen. Wenn es, wie jetzt, so kalt ist, könnt ihr ihn einfach bei niedrigster Stufe in den Ofen stellen.

Ofen auf 180° vorheizen.

Den Teig noch mal mit der Hand durchwalken, und in 3 oder 4 gleichgroße Teile schneiden.

Ob 3 oder 4 kommt drauf an, wie ihr das flechten wollt. Ich habe mich für 4 Teile entschieden, damit der Seelenkuchen ein rustikaleres Aussehen bekommt. Aber 3 ist natürlich auch völlig in Ordnung.

Wie man mit 4 Strängen flechtet seht ihr hier:

flechten

Drunter drüber drunter, einmal rum. Es ist ganz einfach, auch wenn meine Zeichnung das nicht erkennen lässt. So flechtet man abwechselnd rechts, links, rechts, bis man keinen Teig mehr übrig hat. Anfang und Ende der Stränge werden wieder ineinander verknetet.

Dann den Kuchen mit irgendwas bepinseln, damit er eine schöne Farbe bekommt. Ich habe mich für Kokosmilch entschieden. Aus dem einfachen Grund, dass ich gestern Schokotrüffel hergestellt habe, und etwas Kokosmilch übrig hatte. Mandelmilch geht aber auch. Oder gar nix. Bin ja nicht eure Mutter.

20 Minuten backen, und wenn die Farbe stimmt (kommt ja auf den Ofen an) im abgeschalteten Ofen abkühlen lassen.

Mit den Gewürzen kann man natürlich viel mehr benutzen als angegeben. Vanille würde passen. Und wenn ich keinen Muskathasser zum Vater hätte, wäre davon auch noch reingewandert. Probierts einfach aus. Wenn euch was in die Finger kommt, das nicht geräuchert ist, dann rein damit.

Und das war das Ende der diesjährigen Halloweenwochen. Ich hoffe, ihr hattet so viel Spaß wie ich, in den ganzen Beiträgen zu stöbern. Ich danke ganz herzlich allen Teilnehmern und Werbenden. Ihr seid klasse. So kurzfristig ging diese Aktion los und trotzdem habt ihr Beiträge geschrieben, als hättet ihr nur auf den Startschuss gewartet. Bleibt weiter so enthusiastisch. Und kreativ. Und überhaupt toll. Wenn die Welt was vertragen kann, dann Tollheit. Und mehr nette Menschen wie euch.

Bis nächstes Jahr! Sofern euch Cthulhu nicht gegessen hat.

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6 Kommentare

      1. ch komme aus Bayern aber… vielleicht ist Franken die Ausnahme für Bayern? Wer weiß. Ich werde mal die Augen offen halten. Möglicherweise habe ich Allerheiligenspitz nur noch nirgends gesehen, weil ich es nicht kannte.

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