Gemeinsam lesen.

Gemeinsam lesen1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Bridget Jones – Verrückt nach ihm von Helen Fielding und bin auf Seite 274.
 
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„Okay, tut mir leid“, sagte ich wie ein patziger Teenager und drückte ihn, vielleicht etwas zu innig.
 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Von mir aus hätte ich es weiter ignorieren können. Die Hälfte des Buches besteht aus Tweets, oder dass Bridget bei Twitter abhängt, und der Charme der Vorgänger fehlt auch irgendwie. Schon mal damit gestartet, dass das Buch nicht am 1.1. mit  Bridgets Vorsätzen anfängt, sondern kreuz und quer geht. Die Männer (oder überhaupt Figuren) werden auch nicht wirklich ausgearbeitet, wie damals Daniel und Mark.
An sich ist es in Ordnung, aber es hätte gereicht (oder wäre passender gewesen) wenn die Autorin einfach nur einen Twitteraccount oder notfalls einen Blog als Bridget führen würde.
Die Kontinuität ist auch nicht da, plötzlich ist Daniels Kind sein Patenkind. Nuja.
 
4. Magst du lieber realistische Namen für Protagonisten oder gefällt es dir besser, wenn es sehr untypische Namen sind?
Realistisch, bitte! Untypisch gefällt mir gar nicht. Ganz schlimm ist es, wenn Akzente drin sind. Das gilt nicht nur für Protagonisten, auch für Länder. Und Zaubersprüche. Und Waffen. Und jedes geschriebene Wort.
Edward, Marie und Anna sind mir wesentlich lieber als M’altríghuan, Vòstrbdnz, oder Schalalala. Jedenfalls habe ich persönlich keine Freude daran, sowas zu lesen.

Oder wie seht ihr das? Mögt ihr untypische oder erfundene Namen in Büchern?

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13 Kommentare

  1. Geht mir auch so…ich hab eh kein gutes Namensgedächtnis….es hat mir jetzt schon bei meinem historischen mit den französischen Namen gereicht….Allerdings muss ich auch Corly recht geben…bei Harry Potter hätten echte Namen vielleicht wirklich nicht gepasst…

    1. Die Namen bei Harry Potter empfand ich gar nicht so ungewöhnlich. Aber die meisten hatten ja auch mindestens einen normalen Vornamen.

      J.K. Rowling hat da eine gute Balance gefunden. Gerade seltsam genug, dass es funktioniert.

  2. Hallo, 🙂
    sehr schade, dass dir dein Buch nicht so zusagt. Ich kenne nur einen Film zu Bridget Jones.^^
    Wenn ich deine Beispiele so lese, würde ich auch viel lieber von realistischen Namen lesen. Aber es gibt ja auch untypische Namen, die trotzdem gut klingen und aussprechbar sind, beispielsweise Hermine oder heute schon ganz oft gesehen Layken. 🙂

    Liebe Grüße,
    Marina

  3. Fantasy und SF muss ungewöhnliche Namen haben. Meistens jedenfalls. Der Herr der Ringe mit Kevin und Katrin – pöh.
    Ansonsten sollten Namen zur Zeit passen, und nicht so krampfig gewollt anmuten.
    Was ich auch nicht mag, wenn jeder Name ein Autoren-Klönchen sein könnte. Einer geht ja noch, oder meinetwegen auch zwei, aber wenn es mehr ist, wirkt es irgendwie dümmlich und narzisstisch.

    1. Klar muss es auch zum Buch passen. Aber um mal das Layken-Beispiel aufzugreifen: Das Buch wäre sicherlich nicht anders, wenn der Layken ein Daniel wäre.

      Natürlich wäre es seltsam, wenn man ein indisches Buch liest, und die Protagonistin hieß Annemarie. Das Setting ist da entscheidend. Trotzdem müssen die Namen keine Zungenbrecher sein, oder die Aussprache der freien Fantasie des Lesers überlassen werden. Das mag ich nicht.

      1. Stimmt. Oh ja die Aussprache: manchmal wünsche ich mir eine Liste hinten, wo genau erläutert wird, wie das gedacht ist.
        Der geneigte Leser mag halt ein bißchen Exotik liken. 😀

        1. So ein Buch hatte ich tatsächlich schon mal. Viele der Charaktere (inklusive Protagonistin) kamen aus Irland und hinten war ein Glossar drin, wie die Namen (und Tage, Feste etc) ausgesprochen werden (Hint: Nicht so, wie man vermuten würde.)

  4. Ohne das zu prüfen lehne ich mich mal weit aus dem Fenster und sage: Alle großen (wohlgemerkt) fantastischen Werke, die in einem von unserer Welt losgelösten Universum spielen, arbeiten mit untypischen oder erfundenen Namen. Macht ja auch Sinn, dass sich ‚Andersartigkeit‘ in einem der wichtigsten Aspekte, eben der Namensgebung, widerspiegelt. Man stelle sich vor, Gandalf, Bilbo und Sauron hießen Frank, Michael und Karsten. 😉

    Unter diesem Aspekt finde ich auch in ‚Schnittmengen-Fantasy‘ die Überlegung gut, Anderssein mit einer andersartigen Namensgestaltung Ausdruck zu verleihen.

    In ‚realistischer‘ Literatur bin ich absolut bei dir – spielt eine Erzählung in Deutschland, sollten die Charaktere passende Namen tragen.

    Liebe Grüße

    PS: Lese gerade – zum vierten Mal – die ‚Bücher des Blutes‘ von Clive Barker. Die sind so gut (und wie ich finde wegweisend für das Horror-Genre), dass ich, wenn ich damit durch bin, meine erste Buchkritik schreiben werde.

    PPS: Wenn ich darüber nachdenke, könnte ein radikaler Ansatz solcher Literatur sein, auch Dingen neue Namen zu geben – höchst unwahrscheinlich, dass ‚Axt‘ auch in einer alternativen Fantasy-Welt ‚Axt‘ ist.

    PPPS: Was mich an vielen SiFi- oder Fantasy-Konzepten stört ist die Tatsache, dass auch extraterrestrische Rassen meist menschliche Phy­si­o­g­no­mie haben. Vor allem in filmischen Werken früherer Zeiten ist das extrem (keine Computer damals 😉 ). Es ist unwahrscheinlich, dass sich Lebewesen unter anderen physikalischen Bedingungen menschengleich entwickeln. Übertragen auf die Namensgebung ein weiteres Argument für untypisch oder erfunden.

      1. Dachte ich mir schon.

        Wie gesagt, dass es bei GoT einen Neddard gibt oder einen Theon stört mich nicht so sehr. Es ist immer noch sehr erkennbar und passend.

        Aber bei solchen Namen wie „Chóraleio“ (aus dem Buch Märchenhaft erwählt) stören mich und ich habe dann gar keine Lust mehr, weiter zu lesen.

        Auch schön ist es, wenn der Autor erkennt, dass der Name lang und zungenbrecherisch ist, und dem Charakter einen Spitznamen gibt, mit dem der dann ziemlich ausschließlich angesprochen wird. Wieso gibt man ihm dann nicht gleich einen schönen, kurzen Namen? Ich verstehs nicht. Muss ich aber auch nicht.

        1. Zu letzterem: Vielleicht, weil es äh realistisch ist!? In unserem Umgang mit Mitmenschen gibt es ja auch oft Spitznamen – die den richtigen Namen u.U. vereinfachen. Kann sein, dass der Autor eine solche ‚Realitätsnähe‘ erzeugen mag!? Ob das dann sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

          Liebe Grüße

    1. Das würde das Voynich-Manuskript erklären 😀

      Ja, die Aliens stören mich auch. Irgendwie menschlich, und immer besser und überlegener als Menschen. Sehr nervig. Wo bleibt mal der Film, in dem die Aliens vor den Menschen zittern weil wir überlegen sind? 😀

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