City Of Bones, Kapitel 9: The Circle And The Brotherhood.

Die drei verlassen die Wohnung, schließen hinter sich ab, womit sie entweder verantwortungsbewusster sind als Luke oder Luke ärgern wollen, gehen zur Subway, und Simon ist enttäuscht, dass es kein cooleres Fortbewegungsmittel für Dämonenkiller gibt.

Clary sagt Simon, dass er still sein soll, da Jace ist immer noch ziemlich aufgewühlt ist da er die zwei Mörder seines Vaters gesehen hat. Simon versteht nicht, warum. Ich verstehe dafür, warum er mit Clary befreundet ist. Clary hat nämlich auch nur erraten, dass es Jace nicht gut geht, weil ihre Mutter das selbe Gesicht zieht wenn sie etwas aufgebracht hat und gleich ein Ausbruch stattfindet. Vermutlich würde sie sonst auch munter drauf los quasseln.

Sie kommen am Institut an, und wir sehen zum ersten mal, wie es von außen aussieht: Es ist eine Kirche mit eingeschlagenen Fenstern, Polizeiabsperrung an der Tür und aufgetürmten Müll neben der Treppe. Natürlich sieht es eigentlich ganz anders aus, aber dieses Aussehen soll mundies fern halten.

Das würde es nicht. Weder in New York noch in Hintertupfhausen. Obdachlose, Urban Explorer und Geocacher wären quasi zu Hause in so einem Gebäude.

Clary denkt an Kaffee, und dass sie jetzt gerne einen hätte, wie ihn ihre Mutter zubereitet, nämlich zur Hälfte aus Milch bestehend, was meiner Meinung nach kein Kaffee ist, und dann denkt sie daran, dass Luke ihnen oft Sweet Rolls zum Kaffee gebracht hat, und wird traurig. Nicht wegen ihrer Mutter, über die sie ohne weitere Emotionen gedacht hat, sondern wegen Luke. Weil das verschwinden ihrer Mutter generell für Clary kein großes Problem ist, außer, die Autorin kann gerade einen kleinen Gefühlsausbruch brauchen.

Jace fragt Church, wo Hodge und Alec sind, und Mrs Norris Church bedeutet ihnen, ihm zu folgen. Auf dem Weg zeigt Simon sich verwirrt über die Kirche, die keine Kirche ist und Clarys Lösung ist:

“I know it’s weird. But you just have to go along with it. Trust me.”

Das ist nicht Clary, die mit Simon redet, es ist die Autorin, die mit dem Leser redet. Nicht nachdenken, lieber Leser, nur dann kann man das Buch genießen.

Jace unterhält sich so lange mit der Katze.

Church hat sie nicht zu Hodge gebracht, sondern zu Isabelle in die Küche. Isabelle ist gerade damit beschäftigt, eine Suppe aus Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, “dunkel aussehenden Kräutern”, Käse, Erdnüssen, Oliven, und einem ganzen Fisch zu kochen. Okay, entweder sind die Kräuter dunkel, oder eben nicht. Dieses Problem zieht sich durch das ganze Buch. Alles wird detailreich beschrieben… oder zumindest liest es sich so, aber eigentlich fehlen so viele Details, dass man es auch gleich hätte lassen können.

Auf jeden Fall ist Isabelle not amused dass Jace schon wieder einen mundie mitbringt und Jace ist not amused, dass Isabelle Church schon wieder mit Fisch vollstopft, er schon ganz pummelig ist und es damit kein Wunder, dass er sie zu Isabelle führt.

Was ist Church? Mal wird er als hyperintelligent hingestellt und mal als stinknormale Hauskatze, die sich mit Fisch bestechen lässt. Ich möchte eine Erklärung haben, bitte.

Jace beleidigt Isabelles Kochkünste, rudert aber sofort zurück als er bemerkt, dass sie einen Kochlöffel in der Hand hat. Dann geht er zum Kühlschrank, isst von dort Spaghetti mit Tomatensoße, die dort als Rest rumstehen, und leckt sich die Finger ab.

Mir ist egal, ob jemand Dämonenkiller und Jace Wayland ist, man prügelt sich nicht mit jemandem in den Büschen eines Gartens, bricht in eine fremde Wohnung ein, wühlt durch deren Sachen, und fährt zweimal mit der New Yorker U-Bahn, UND ÜBERLEBT sich danach die ungewaschenen Griffel abzulecken. Da hilft keine Rune der Welt. Jace ist ein Ekel und ich unterhalte mich ab sofort mit dem Gedanken, dass er jetzt ein Zombie ist.

Sala Samobójców

Simon unterhält sich mit Isabelle während Clary und Jace die Lage besprechen, wie viel sie Hodge erzählen.

Wir werden wieder mit einem seltsamen Vergleich behandelt:

She wondered how often he let glimpses of his real self peek through the facade that was as hard and shiny as the coat of lacquer on one of her mother’s Japanes boxes.

Erstens haben wir noch nie von irgendwelchen japanischen Boxen gehört, zweitens ist das wirklich ein zum Himmel schreiend dämlicher Vergleich.

Jace ist wieder ein Arsch zu Isabelle, und dann auch zu Simon.

“Do you think Hodge will want any soup?”

“No one wants any soup.”

I want some soup,” Simon said.

“No, you don’t,” said Jace. “You just want to sleep with Isabelle.”

Jace sagt, er soll es einfach hinter sich bringen, Isabelle fragen damit sie ihn ablehnt, Simon schwerst gedemütigt verfault, und alle friedlich weiter leben können.

Clary hat einen seltenen Moment des Mitgefühls und sagt Jace, dass er aufhören soll so grausam zu sein nur weil Simon kein Shadowhunter ist.

Clary, er ist nicht grausam, weil Simon kein Shadowhunter ist, sondern weil Jace ein Arschloch ist.

Simon möchte oh wunder lieber bei Isabelle in der Küche bleiben statt mit Jace und Clary Hodge zu suchen, und muss dafür eine Schale Ekelsuppe über sich ergehen lassen.

Im Flur spricht Clary noch mal an, dass Jace nicht immer ein Arsch sein muss, und er meint, dass er Simon nur den Ärger ersparen will, wenn Isabelle ihm unweigerlich das Herz bricht.

Okay. Jetzt mal ernsthaft: Nichts gegen ehrliche Menschen, aber man muss wirklich kein Arsch dabei sein, und sich unglaublich cool und selbstgefällig dabei vorkommen. Das ist einer der Gründe, warum ich Jace nicht leiden kann. Er tut so, als wäre es nötig, so zu sein. Aber eigentlich findet er es nur spaßig, andere zu verletzten. Ob das jetzt körperlich im Sinne von Dämonen töten oder geistig im Sinne von “ehrlich sein” ist. Es ist ihm ganz egal. Hauptsache, er ist obenauf. Das ist kein guter Charakterzug und ich kann da auch nicht nachsichtig sein oder ihn entschuldigen.

Aber Clary sieht das anders und entschuldigt sich bei ihm, dass sie ihn angefahren hat. Wirklich, Clary? Wirklich?

Ich weiß nicht, ob Clary eine harmoniesüchtige Person ist oder einfach nur zu faul, um einen Streit aufrecht zu halten. Jedes mal, wenn ein Streit beginnt, lenkt sie schnell ein oder verschwindet aus der Situation. Das ist einer der Gründe, warum in diesem Buch so wenig passiert. Weil Clary einfach keine Reibungsfläche bietet.

Clary möchte das Thema wechseln (sic!) und fragt, ob Isabelle immer kocht. Jace dankt Gott, dass dem nicht so ist (sic!) und erklärt, dass ansonsten Isabelles Mutter kocht, die eine fantastische Köchin ist.

Sie hat es Isabelle niemals beigebracht, weil weibliche Shadowhunter ziemlich neu sind. Früher durften Frauen nur Kochen, Waffen herstellen, und “Tötungskunst lehren”. Sie durften aber nicht trainieren.

Hä? Sie durften es anderen beibringen, durften es aber selber nicht lernen?

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Auf jeden Fall durfte Isabelle nie kochen lernen, weil ihre Mutter befürchtete, dass sie dann von männlichen Shadowhuntern in die Küche gesteckt wird anstatt kämpfen zu dürfen. Ich weiß jetzt nicht genau, wo da die Gefahr ist, ich sehe nämlich keine anderen männlichen Shadowhunter außer Jace und Alec, und Jace fürchtet sich schon vor Isabelle, wenn sie nur einen Kochlöffel in der Hand hat. Hodge sieht auch nicht so aus, als könnte er irgendjemandem irgendetwas befehlen, schon gar nicht einer Frau, dass sie ihm ein Sandwich zubereitet. Ganz abgesehen davon, dass “nicht kochen können” nicht automatisch bedeutet, dass sie kämpfen darf. Aber nun gut.  Wer bin ich um den Erziehungsstil anderer zu kritisieren.

Jace bezeichnet Isabelle als den besten Shadowhunter, den er je gesehen hat, was jetzt auch nicht so viel aussagt, weil wie gesagt nicht wirklich viele davon in New York rumrennen, und enthüllt, dass er Alec für nicht so gut hält, weil dieser noch nie einen Dämonen getötet hat.

Und das unterstützt meinen Glauben, dass Shadowhunter seltsam sind, weil jeder kämpfen muss. Alec wäre offensichtlich in irgendeiner anderen Abteilung viel besser aufgehoben. Wenn es denn Abteilungen gäbe, und nicht einfach jeder alles wissen und erledigen muss, was vollkommen Blödsinnig ist.

Sie finden Hodge im Treibhaus, und es kommt wieder eine Beschreibung:

A green, sharp smell, the smell of living and growing things, of dirt and the roots that grew in dirt.

Wir haben also den Geruch von Erde, den Geruch von wachsenden Dingen, und den Geruch von wachsenden Dingen in Erde. Bravo, Clary, bravo.

Das ist ein scheißelanges Kapitel.

Jace gibt Clary einen warnenden Blick, dass sie still sein soll, erzählt Hodge die Ereignisse des Tages, lässt aber aus, dass er die Mörder seines Vaters gesehen hat. Er erzählt allerdings, dass da zwei Typen namens Blackwell und Pangborn waren.

Als er die Namen hört wird Hodge ganz bleich und sagt, dass es wie befürchtet ist, “Der Zirkel” ist wieder auferstanden.

Clary weiß nicht, was das sein soll, also gehen sie in die Bibliothek und er zeigt ihnen den Schwur, den jeder Nazi jedes Zirkelmitglied leisten muss. Wie wir schon in Valentines Geschichte gelernt haben, sind ein paar Leute dagegen, dass man mit Unterweltlern Frieden schließt und deshalb haben sie sich geschworen, die Blutlinien rein zu halten zum Wohle aller. Naja. Außer Unterweltlern. Offensichtlich. Ganz abgesehen davon, dass “Frieden schließen” nicht “untereinander vermehren” bedeutet. Es wurde ja schon in vergangenen Kapitel gesagt, dass es verboten ist, dass ein Shadowhunter etwas anderes als einen Shadowhunter heiratet. Blutlinien sollte jetzt also eigentlich kein Thema sein.

Jedenfalls erinnern wir uns: Vor 15 Jahren hat Valentine die Vertragsunterzeichnung gesprengt und jeden dort abgeschlachtet. Wir erfahren, dass dahinter ein ganzer Zirkel stand, und diese damit erhofften, einen Krieg zu entfachen. Das hat nicht geklappt, wie wir wissen, und nu ist die nächste Vertragsunterzeichnung. Und der Zirkel ist wieder da. DUH DUH DUH.

Hodge hat eine Kopie des Schwurs, weil DUH DUH DUH er ihn geschrieben hat. Er war im Zirkel, genau wie Clarys Mutter.

Clary protestiert, dass ihre Mutter nie an so etwas schrecklichem teilhaben würde, und Hodge unterbricht Gott sei dank als Jace anfängt den Zirkel zu verteidigen, weil das ja irgendeinen Konflikt geben könnte, um ihr zu sagen, dass Jocelyn keine Wahl hatte.

Sie war nämlich Valentines Ehefrau.

Im nächsten Kapitel essen alle Chinesisch. Jace hat Mu Shu Schwein.

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2 Kommentare

  1. Ich bleibe dabei: Masochismus in reinster Form. 😀

    ‚… und Jace fürchtet sich schon vor Isabelle, wenn sie nur einen Kochlöffel in der Hand hat. …‘ Der war gut!

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