Harry Potter und der schlechte letzte Scherz.

Gestern, am 2. März, war der 18 Jahrestag der Schlacht von Hogwarts. Also hier mein erster, und vermutlich letzter, Beitrag über Harry Potter. Und es wird mal wieder ein Hassposting. Vielleicht sollte ich meinen Blog langsam in Bücher verreißen umbenennen, aber das Ende war wirklich schlecht. Und damit meine ich nicht die Schlacht, und all deren Toten. Die fand ich gut.

Ich meine die Ehe von Harry und Ginny.

Was zur Hölle.

Rede über eine Fehlgeschlagene Verpaarung. Oder einen Mutterkomplex. Schon mal aufgefallen, wie ähnlich sich Ginny und Lilly sind? Sogar die Namen ähneln sich im Klang.

Sowohl Ginny als auch Lilly sind die überaus talentierte kleine Schwester der Familie. Sie freunden sich mit Außenseitern an, sind aber selber sehr beliebt. Sie sagen Leuten ihre Meinung ins Gesicht. Besonders, wenn es um die vorher erwähnten Freunde geht. Beide sind in Slughorns Slug-Club. Sie sind geistreich und temperamentvoll. Ginny hat ein Pferd als Patronus, Lilly eine Hirschkuh.

Lilien sind die Blumen der Reinheit und der Name Lilly wird mit der heiligen Jungfrau Maria verbunden. Ginny ist die Kurzform von Guinevre, welche in walisischer und keltischer Historie Jungfrau bedeutet.

Achso, beide sind rothaarig. Und bestimmt auch noch 5000 mehr Dinge, die ich vergessen habe, weil ich die Bücher ewig nicht gelesen habe.

Auf jeden Fall war ich mit dem 19 Jahre später-Kapitel wahnsinnig enttäuscht. Minijames heiratet Minililly und beide bekommen ein paar Tote Typen-Juniors. Und Teddy war der neue Harry. Es war, als hätte Rowling versucht, den toten Charakteren einen Abschluss zu geben, und deshalb die Lebendigen so ähnlich gehalten, dass es sich wie ein Happy End für alle anfühlt. Das geht aber nicht, die meisten sind nämlich tot.

Außerdem ist Hugo kein Name, sondern ein Wortwitz.

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16 Kommentare

  1. Laut Freud wollen alle Männer insgeheim mit ihrer Mutter beischlafen. Dementsprechend hat Harry wohl alles richtig gemacht …
    Viel schlimmer an dem Ende war, dass der Endkampf komplett verkackt wurde. Einfach nur Simsalabim und Feierabend nachdem man ewig und drei Tage auf diesen Showdown gewartet hatte, war einfach nur Bullshit. Aber ich hasse eh so ziemlich alles am Ende von Potter, deshalb bin ihc da wohl kein Maßstab.

    1. Ach nein, das fand ich auch sehr antiklimatisch. Die Schlacht an sich war in Ordnung, aber als Harry und Voldemort sich gegenüber standen hätte ich schon mehr erwartet.

      Aber naja. Vermutlich wusste Rowling, dass sie das niemanden recht machen könnte und hats deshalb gleich gelassen.

      1. Naja, der Film hat eigentlich recht gut gezeigt, wie man das besser hätte umsetzen können. Auch im Buch. Harry bleibt ja auch im Film seinem Charakter treu und wird nicht zum Obermagier der Extraklasse. Trotzdem ist das um einiges spannender inszeniert als dieser lahme Quark im Buch.

          1. Ach so … also, da liefern sich die beiden quasi eine richtige Schlacht durch das Schloss, wobei aber Voldemort durchgehend der Aggressor ist und Harry immer in der Defensive bleibt und größtenteils flüchtet. Gefiel mir viel besser, als im Buch. Und das ist wirklich nur sehr selten der Fall.

  2. Fand das Ende gut, in allen Facetten.

    Dass es keinen BAM!-Showdown gibt, sondern dass der fundamentale Konflikt zwischen gut und böse eher unspektakulär endet, ist die logische Konsequenz des Handlungsaufbaus – es ging nie wirklich darum, ob Harry Potter Lord Voldemort besiegt und insofern wurde dem finalen ‚Kampf‘ auch keine große Bedeutung beigemessen.

    Und die ‚Next Generation‘? Auch dort ist es nicht so, als würde etwas zusammenkonstruiert. Dieses Happy End wurde über alle Büchern hinweg erzählerisch vorbereitet und ich kann mir tatsächlich – bei einem positiven Ausgang der Geschichte – kein anderes logisches Ende vorstellen (zumindest keins, dass nicht noch pathetischer angemutet hätte). Abgesehen davon behält Rowling sich so das Recht einer Fortsetzung vor – das kann man ihr nun wirklich nicht übel nehmen. 😉

    Liebe Grüße

    1. Für dieses Happy End hätte er aber auch jemand anderen heiraten können.

      Dass am Ende alle einen Weasley heiraten ist auch irgendwie gegen die Message, dass man sich seine Familie/seinesgleichen aussucht und es nicht immer ein Papier oder Blut geben muss, das bedeutet, dass man zusammen gehört.

      1. Hätte er. Das wäre dann aber entweder eine uneingeführte Person gewesen (seltsam, betrachtet man den Umfang des Werkes) oder eine bereits eingeführte Person mit einer zusätzlichen Storyline (alternativ: Ohne Erklärung des Warum, was wiederum ebenfalls seltsam wäre). Zudem wurde die Beziehung zu Ginny ja über mehrere Romane ganz bewusst bis hin zur Ehelichung konstruiert.

        Geheiratete Schul-/Jugendlieben sind ja nun auch nichts ungewöhnliches. 😉

        Dass alle eine(n) Weasley abbekommen … njoa, ist eben ’ne große Familie. 😄

        1. „Zudem wurde die Beziehung zu Ginny ja über mehrere Romane ganz bewusst bis hin zur Ehelichung konstruiert.“

          Eben. Das hätte man auch mit einem anderen Charakter können. Ginny war nötig wie ein Kropf.

          1. Ich verstehe es noch nicht … ist doch egal, ob es die Person der Ginny ist oder irgendeine andere Mitschülerin?

            Geht es also vorrangig darum, dass alle späteren Lebensgefährten der Familie Weasly entstammen? Was ist daran so schlimm?

            Die Weasleys mit ihrer toleranten Sichtweise auf das Zusammenleben magischer und nichtmagischer Personen sind doch prädestiniert als symbolisches Bindeglied dafür!?

            1. Nein, es geht darum, dass Ginny eine Lilly 2.0 ist und dass Harry sie geheiratet hat sehr seltsam anmutet. Dass sie eine Weasley ist kann man zwar als traurig betrachten, ist aber nebensächlich.

  3. Ich konnte Ginny irgendwie von Anfang an nicht leiden. Erst war sie emo, dann war sie nervig und als ab Band 5 absehbar war, dass Harry und Ginny wohl ein Pärchen würden, hoffte ich auf eine wundersame Fügung. Leider hat Ginny Band 7 überlebt. Dieser Epilog war noch einmal wie so ein Schlag ins Gesicht.

    1. Gell? Die meisten Pairings kann ich irgendwo nachvollziehen, aber Ginny und Harry passt für mich so überhaupt nicht.

      Es war so wie „Ach Mist, ich bin nicht in die Weasleyfamilie rein geboren, dann heirate ich halt einen von denen.“
      Warum er sie toll findet hat sich mir nie erschlossen. Und dass sie seine Mutter ist gibt dem ganzen noch ein Squick dazu.

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