Montagsfrage: Wie kommst du mit Gewalt in Büchern zurecht? Magst du blutige Szenen oder lehnst du sie ab?

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Die Frage kommt vom Wortmagieblog. Wer den fahrlässiger weise noch nicht kennt und Fantasy sowie Gedanken zu Büchern mag: Unbedingt abonnieren.

Mich stören solche Szenen nicht. Es gibt nur zwei Bücher, bei denen ich sie übersprungen habe, weil sie echt zu viel wurden: Ich und die anderen von Matt Ruff, in dem ziemlich detailliert von Kindern berichtet wird, die von ihren Eltern gefoltert werden, und was aus ihnen wurde (mit all ihren Persönlichkeiten), und Die Säulen der Erde, wo die ganzen Vergewaltigungen irgendwann einfach so angehäuft waren dass ich sie nicht mehr lesen konnte.

Im Prinzip kann ich Gewalt gegen Kinder und Tiere, oder Vergewaltigungen schlechter ab als jede große Schlacht mit vielen Toten.

Ich finde übrigens, es sollte irgendwie vor dem Kauf ersichtlich sein, ob sowas im Inhalt ist. Es kann doch tierisch triggern wenn man zufällig auf so eine Szene stößt, weil man nicht damit gerechnet hat.

Geht doch bei Videospielen auch, dann sollte es bei Büchern auch gehen.

Achso, was ich überhaupt nicht leiden kann: Wenn es unrealistisch ist. Krieger sollten ein paar Narben haben. Es sollte hart gekämpft werden, es sollten bei einem Kampf Blut oder anschließende Spuren zu sehen sein. Es sollte ab und an Tote geben. Wenn der Autor nicht damit umgehen kann seine Figuren zu verletzten halte ich das für schlechtes schreiben.

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3 Kommentare

  1. Huhu 🙂

    Das Thema „Triggerwarnungen auf Büchern“ kam vorletztes Jahr in den USA mal wieder auf. Da bezog sich das allerdings auf Uni-Lektüre, was ich etwas schwierig finde, weil das Risiko des Missbrauchs bei Student_innen immer gegeben ist. Ich weiß selbst, dass Student_innen jede Ausrede nutzen, ein Buch nicht lesen zu müssen, wenn sie es nicht lesen wollen. Es darf nicht sein, dass irgendjemand die Warnungen ausnutzt, nur um einer Kurslektüre zu entgehen.
    Für den Privatbereich finde ich diese Warnungen allerdings wirklich sinnvoll und habe schon das eine oder andere Mal Bücher in der Hand gehabt, die dafür berechtigt gewesen wären.

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog

    Viele liebe Grüße,
    Elli

    1. Eben, mir sind schon öfters Bücher begegnet, bei denen ich es nicht mal hätte erahnen können, dass solche Szenen kommen.

      Das muss schrecklich sein, man hat sowas selber erlebt, nimmt ein Buch in die Hand und wird unvermittelt einfach zurück katapultiert. Das ist mir persönlich auch schon mit Themen passiert, die zwar keine Vergewaltigung waren, aber trotzdem nicht schön.

      Jeder Blogger muss CWs und Trigger Warnungen setzen, genau wie die meisten Schreibcommunities im Internet, weil es sonst böse Stimmen hagelt, aber Bücher nicht? Das ist einfach nicht logisch.

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