The Eternity Cure von Julie Kagawe (Blood of Eden #2)

The Eternity Cure (Blood Of Eden, #2)

Worum es geht:

Auf der Suche nach dem von Sarren verschleppten Kanin stromert Allison durch das zerstörte Amerika. Dabei trifft sie auf Jackal, der ihr einen Deal anbietet: Hilft sie ihm bei der Suche nach einem Labor in dem der Red Lung-Virus erforscht wurde, dann hilft er ihr, Kanin zu befreien. Als sie realisieren, dass vor kurzem jemand in dem Labor war und Proben des Virus gestohlen hat reisen sie nach New Covington, der Stadt, in der Allie zum Vampir wurde. Da wütet der Virus bereits durch die Menschheit und könnte sowohl Menschen als auch Vampire auslöschen. Vom Vampirprinz befohlen den Verantwortlichen zu finden und zu ihm zu bringen stellen sie sich also in den Kampf gegen die zombieartigen Kranken sowie Sarren, der schon auf sie wartet. Mit mehr Zombies. Und Chirurgenwerkzeug. Und Lederriemen.

Meine Meinung:

An sich hat es mir besser gefallen als der letzte Teil. Nicht nur, dass Kanin wieder aufgetaucht ist, der ja schon letztes mal meine Lieblingsfigur war, Jackal hat auch den Platz einer Nebenfigur eingenommen. Und Mann, hat mir das gut gefallen. Ein selbstsüchtiger Mistkerl, der Sarkasmus mit dem Löffel gefressen hat. Der hat sich innerhalb kürzester Zeit zu meinem neuen Liebling entwickelt. Dass Kanin und Jackal in dem Buch vereint waren lässt mich über die vielen, vielen, wirklich sehr vielen Fehler hinwegsehen. Die ich allerdings trotzdem hier aufzählen werde. Immerhin ist das eine Rezension. Also aufgepasst: Es kann sein, dass ich irgendwas spoilern werde, ich werde dann nochmal laut schreien damit das nicht gelesen werden muss.

… Im Hintergrund läuft gerade übrigens die fünfte Folge von Ugly Americans. Wer die noch nicht kennt, schau es dir an, komm später wieder, danke mir in den Kommentaren, und dann lies weiter.

Also. Zunächst sei mal positiv erwähnt, dass mich das Buch viel besser bei der Stange gehalten hat als das Erste der Reihe. Über Jackal zu lesen war einfach eine Freude und seine Dialoge mit Allie auf dem Punkt. Ich schwöre euch, er hat mehr Chemie mit Allie als es Zeke jemals hatte oder haben könnte. Ich hatte das Gefühl, das weiß die Autorin auch genau, und deshalb hat sie eingebaut, dass die beiden sich Schwester und Blutsbruder nennen.  Als wollte sie dem Leser zeigen “Halt, nein. Da könnte nie was sein. Das ist rein platonisch. Sonst wäre das total widerlich, gegen die Natur, und überhaupt gehört sie zum Langweiler Zeke. Habt ihr den letzten Band nicht gelesen?”

Aber immerhin hat sie uns mit einem Liebesdreieck verschont Thank Dracula for that. Sonst hätte ich noch den Sarren begangen und mich auch aus dem Fenster geworfen.

Apropos Sarren. Wenn der nicht komplett Batshit wäre würde der ganze Plot überhaupt nicht funktionieren. Was mal eine nette Abwechslung zu den ganzen hyperintelligenten Bösewichten ist: Man kann Sarren schlichtweg nicht nachvollziehen und er steckt damit voller Überraschungen. Als Leser braucht man gar nicht erst versuchen, über seine Gedankengänge nachzudenken oder vorauszusagen, was er als nächstes geplant hat. Für mich kam das wirklich so rüber als würde er keine seiner bösen Taten planen sondern einfach das anstellen, was ihm gerade in den Sinn kommt. Was meistens sehr grausam ist. Und in dem Tot oder der Folter von jemandem endet. Aber nu ja. Es kann ja nicht jeder Vampir glitzernd durch den Wald rennen. Mir sind Halslutscher tausend mal lieber als es jeder Kuschelfangzahn es je sein könnte.

Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Autorin selbst keine Lust zum schreiben hatte:

Much to his credit, Zeke ignored the vampire, remaining calm and businesslike even when Jackal asked him an obvious, goading question.

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Ein guter Weg um die Entwicklung zwischen den beiden Charakteren zu beschreiben. Nicht. Show, don’t tell. Ich hab keine Ahnung was in dieser Szene vorgefallen ist und das langweilt mich ziemlich.

Dafür haben sich die Helden jede Chance, Sarren zu töten, mit irgendwelchen actionfilmreifen Einzeilern zunichte gemacht. Beim ersten mal dachte ich mir noch “WTF”, beim zweiten mal “Habt ihr sie noch alle?” und beim dritten mal “Was habe ich eigentlich erwartet?”

Dicker fetter Spoiler voraus:

Ich habe Stick so überhaupt gar nicht verstanden. Also kein bisschen. Überhaupt nicht. Er versucht Allie umzubringen, dann versucht er sie umzubringen, versucht sie umzubringen, versucht ihren Loveinterest umzubringen “damit sie ihn wirklich mal wahrnimmt”. Also war er die ganze Zeit nur eifersüchtig? Jede Szene mit ihm war irgendwie seltsam. Zum Glück ist der am Ende gestorben und den Hickhack muss man sich im nächsten Band nicht mehr geben. Ich habe zwischendurch sogar gegoogelt, ob es irgendwo eine Erklärung für sein seltsames Verhalten gibt, aber nicht mal das.

Und dann war da natürlich der Langeweiler Superzeke, der einfach alles überlebt, wie eine Wanze, und dabei auch noch perfekt ist. Und perfekte Muskeln hat. Nicht, dass sie als perfekt beschrieben wurden, aber da er Muskeln hat, und da das YA ist und Zeke perfekt, müssen es ja perfekte Muskeln sein. Auf jeden Fall hat es mich tierisch genervt, dass er die Seuche bekommt… und einfach ÜBERLEBT. Ja sakradie. Und dann kommt raus, dass er sich hat Impfen lassen während er in Eden war. Dass sein Blut die Rettung für alle anderen ist. Und dass er damit auf alle Fälle bei einem Biss zum Vampir wird weil er ja nicht mehr krank werden kann. Mei, was für ein aus dem Arsch gezogener Plot. Bloß den lieben Zeke nicht sterben lassen, das wäre ja grausam. Genauso grausam, wie Allie und Zeke vor eine Wahl zu stellen, ne? Die Drecksarbeit muss jemand anders erledigen.

Hmpf.

Spoiler Ende.

Am Anfang war ich etwas verwirrt, dass es jenseits der Mauern plötzlich so viele Menschen gab. Allie spaziert gleich auf der ersten Seite in eine Kneipe voller Schläger. Wo waren die im letzten Band? Außerdem waren da einige Momente die man hätte vermeiden können, wenn die Leute nur miteinander geredet hätten.

Gut fand ich die zahlreichen Actionszenen. Es hätte gerne mehr Tote geben dürfen, aber an sich war es ganz in Ordnung. Bei vier Protagonisten von denen drei unsterblich sind gibts halt nicht so viel zum killen (warum gibts in dem Buch eigentlich außer Allie keine einzige Frau?) und Zeke ist offensichtlich sowieso vom heiligen Autoren geschützt.

Auch gut fand ich den Schreibstil. Gefühle wurden oft sehr real rüber gebracht.

Dicker fetter Spoiler:

Two hours later, Zeke was no longer with us.

Wham.

Na wenn dieser Satz am Anfang eines Kapitels mal nicht für Spannung sorgt, dann weiß ich auch nicht.

Dicker fetter Spoiler Ende.

Auf jeden Fall hat mir das Buch ganz gut gefallen, eben wegen Jackal und Kanin, und ich werde das nächste auch noch lesen. Weil Jackal und Kanin drin sind. Nur wegen Allie und Zeke würde ich mir das nicht kaufen. Aber nun gut. Und hoffentlich bekommt Jackal im nächsten Band seinen Fuzzy Dice wieder.

 

  • Damit hat der Januar des Films offiziell ein Ende. Und nicht nur, weil Februar ist.
  • Der erste Band heißt The Immortal Rules, auf deutsch Unsterblich – Tor der Dämmerung (was auch immer ein Tor damit zu schaffen hat).
  • Auf deutsch heißt das Buch Unsterblich – Tor der Nacht (woher auch immer diese Tore kommen).
  • Der nächste Band heißt The Forever Song.
  • Verlag: Harlequin Teen / Heyne.
  • Preis: 4,44€ fürs Ebook, 9,79€ fürs Taschenbuch, das deutsche Ebook kostet 13,99€
  • 409 Seiten.
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