The Gatekeeper’s Sons von Eva Pohler. (Gatekeeper’s Saga #1)

 

Worum es geht:

Auf Therese und ihre Eltern wird geschossen als sie sich gerade im Auto befinden. Das Auto stürzt in einen See, Therese fällt ins Koma. Ihr Geist landet in der Unterwelt, kann aber im Gegensatz zu ihren Eltern nicht zu den Elysischen Feldern weiter ziehen. Da Therese glaubt, in einem erotischen Traum zu sein, wünscht sie sich die Götter Hypnos und Thanatos nackt und küsst diese. Für Hypnos nicht unbedingt etwas ungewöhnliches da er als Gott des Schlafes öfters so etwas erlebt, ist es für Thanatos, dem Gott des Todes, etwas besonderes. Normalerweise von Menschen, Tieren, und Göttern gemieden wirft ihn Therese mit ihrer Zuneigung völlig aus der Bahn. Als Therese aus dem Koma erwacht wartet Than schon als Stallbursche auf dem Pferdehof der Nachbarn. Im Gepäck hat er drei Furien mit denen er den Mörder von Therese Eltern finden will. Sollte Therese diesen innerhalb von 40 Tagen töten darf sie als Göttin in die Unterwelt ziehen und ihn heiraten. Therese ist begeistert.

 

Meine Meinung:

Mann, ich weiß gar nicht, wo ich mit der Kritik anfangen soll.

Ich fange einfach mal bei Superthan an. Er kann echt alles. Wo ich es noch halbwegs verstehe dass er als Tod in Sekundenschnelle durch die Welt reisen, jede Sprache, sogar die von Tieren sprechen, und unsichtbar werden kann, verstehe ich einiges absolut nicht. Warum muss er superschnell schwimmen können? Warum muss er tolle Bauchmuskeln haben ohne zu trainieren? Warum kann er in Frankreich ohne Probleme ein vegetarisches mehrere Gänge-Menü auftreiben? Jedes mal wenn Than wieder perfekt war wurde es lächerlicher. Es gab wirklich nichts, was er nicht konnte. Nennt eine Superkraft, er hat sie.

Mary-Therese ist genauso schrecklich. Sie ist die beste Schwimmerin im Team, sie ist die beste Flötistin in der Band (obwohl sie niemals übt), sie ist die beste luzide Träumerin, die Hypnos jemals gesehen hat, sie ist der Liebling aller Götter ohne es auch nur zu versuchen, Tiere lieben sie auf Anhieb und sie ist der beste Pferdebürster der Welt. Sie lebt in einer Hütte im Wald und kennt jedes Tier und jeden Baum beim Vornamen.

Der Schreibstil. Oh boy. Nuja. Bis auf die ständigen unpassenden Fremdwörter war er wenigstens einfach zu lesen. Aber immerhin habe ich was gelernt mit den neuen Wörtern. Ansonsten ist er wohl so ziemlich in die Tonne zu kloppen.

Es war, als hätte eine 12-jährige ihre Fantasien aufgeschrieben. Noch zu prüde und unbereit, um wirklich über S.E.X zu schreiben lässt sie immer mindestens eine Bettdecke zwischen den beiden Charakteren. Dafür wird aber Therese Hund von Artemis Unsterblichkeit verliehen. Und sie bekommt von ihr ein Gänsefederkopfkissen. Und eine Unsichtbarkeitskrone. Und von Poseidon einen Ritt auf Delfinen und sein Zimmer im Olymp. Von Zeus einen Ritt auf Pegasus. Von Athena bekommt sie einen Reiseumhang, einen Anhänger, und… ach, eigentlich wäre es einfacher, aufzuzählen, was Therese alles nicht von Göttern geschenkt bekommen hat. Achso, und ihre kleinen Brüste findet Hypnos viel besser als große. Außerdem darf sie, sollte sie in die Unterwelt ziehen, ihre Haustiere mitbringen, auch wenn das vor ihr noch nie jemand getan hat.

Die Story über die Mördersuche an ihren Eltern konnte man auch nicht mitfiebern, weil es dann letztendlich irgendein Typ aus einem anderen Land war, von denen weder Therese noch der Leser je gehört haben.

Sowohl Than als auch Therese haben mindestens 50 Duschen in dem Buch genommen. Dafür, dass man von Therese so viel von ihrer Morgen- und Abendroutine mitbekommen hat wurde erstaunlich wenig über Zähne putzen und kämmen geredet. Nämlich gar nicht. Therese steht auf, packt sich Lipgloss auf die Lippen, und ist perfekt.

Der Rest des Buches ging um Tierpflege. Es waren bestimmt 100 Seiten (MIN-DES-TENS) nur übers Pferde bürsten, wie sie ihren Hamster und ihre Schildkröte füttert und ihr Hund mit seinem Stummelschwanz wedelt.

Am Schluss kam dann tatsächlich ein bisschen Stimmung auf, die Autorin hat das aber gekonnt ganz schnell wieder abgewürgt. Aber dem Leser der bis hierher ausgehalten hat sei versichert, dass Therese dabei perfekt war.

Die ganze Mythologie war auch von vorne bis hinten falsch und ich kann mich nicht entscheiden, ob die Autorin das getan hat um das ganze zu vereinfachen, oder weil sie keinen Bock hatte das zu recherchieren.

Achso. Als Therese denkt, Than könnte eventuell ihre Beziehung beenden will geht sie zum nächst logischen über: Sie geht in ihr Haus, telefoniert mit einem Typen von dem sie weiß, dass er wegen einem Liebespfeil Hals über Kopf in sie verliebt ist, und datet ihn am selben Abend “um sich abzulenken.” Eine schreckliche Person.

  • Es gibt noch 6 weitere Bücher. Keine Ahnung wie das nächste heißt und es ist mir auch egal
  • 384 Seiten
  • Verlag: Green Press
  • Der Preis vom Ebook ist zu viel. Zum Glück war es zufällig umsonst als ich es runtergeladen habe.
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7 Kommentare

  1. Das klingt ja furchtbar! Aber ich muss sagen, dass ich über deine Kritik herzlich lachen musste 😀 das Buch klingt eher nach einer Folter, als nach Spass! Wundert mich, dass bei so einem merkwürdigen Skript ohne ersichtlichem roten Faden, die Autorin tatsächlich einen Verlag gefunden hat… ^^

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