The Second Guest – Adventurespiel ohne Pfiff.


Worum es geht:

England im Jahre 1923. Der Spieler kommt mit Jack Ice auf einer Insel an, auf die er von einem Anwalt zu einer Testamentseröffnung eingeladen wurde. Jack kennt weder Anwalt noch Verstorbenen, doch er geht trotzdem hin. Dort angekommen stellt sich heraus, dass der Anwalt ermordet wurde und Jack der Haupterbe ist. Doch nicht nur das, der Mörder des Anwaltes hat es auch auf Jack abgesehen… schnell muss er das Rätsel im Testament lösen und auf eine Schnitzeljagd über die Insel gehen, bevor er getötet wird.

Meine Meinung:

Ich habe das Spiel reduziert beim Mediamarkt gefunden, die gerade wegen bevorstehendem Umbau viel reduziert hatten. Für 3€ dachte ich, da kann ich keinen Fehler begehen. Der erste Eindruck war auch positiv. Die Grafik ist toll, erinnert an Tim Burton und Jack schaut aus wie Sweeney Todd. Dass er auch noch die Synchronstimme von Johnny Depp hat war da nur das Tüpfelchen. Aber da hörte das positive dann auch schon auf.

Zunächst mal die Steuerung. Man spielt mit der Maus. Soweit, so gut. Wenn man mit irgendetwas agieren will, muss man die Maus gedrückt halten bis das Menü aufgeht… umständlich, aber nicht so das Problem (wenn man es mal rausgefunden hat. Ich musste es erst mal im Handbuch nachschlagen). Allerdings brauchte man mal das eine Symbol, mal das andere, mal gar keins… oder es funtkionierte nicht beim ersten mal, sondern erst, wenn man es ein zweites mal probierte. Türen waren meine Feinde in diesem Spiel. Mal musste man einfach in den Türgang klicken, damit Jack durchging, mal musste man das Menü aufrufen, mal hat nichts davon funktioniert sondern er ist stur stehen geblieben, Türen waren das größte Rätsel in diesem Spiel (neben der Suche nach dem verdammten Leuchtturm. Man sollte nicht meinen, dass es so lange dauert, den zu finden).

Das bringt mich gleich zum nächsten Punkt: Zum Glück gab es eine Karte, die einen an Gegenden transportiert hat, an denen man schon mal war. Nochmal den ganzen Weg über die Insel für jeden Pups, da hätte ich wohl die Hufe gestreckt. Selten habe ich ein Point and Click-Adventure gesehen, bei dem es unnötige Szenen gab, bei denen man absolut gar nichts tun musste.

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Apropos gar nichts tun: Es gibt zwar die praktische Funktion, dass alle anklickbaren Gegenstände aufleuchten, wenn man die Leertaste drückt, aber viele Gegenstände die aufgeleuchtet sind brauchte man schlichtweg nicht mit dem Hintern ansehen und andere, die man dringend gebraucht hätte, sind dafür nicht aufgetaucht. Sowas geht gar nicht.


Dann war das Spiel auch schon nach kurzer Zeit zu Ende. Ich habe vielleicht 2 Stunden gebraucht, 2 1/2 höchstens. Nur ist die Geschichte nicht zu Ende. Ich habe keine Ahnung, wer der Mörder ist und ich glaube, ich habe noch nicht mal alle Teile in meinem Inventar benutzen müssen. Ja, ne, ich kaufe mir natürlich keinen zweiten Teil, wäre ja noch schöner…

Alles in allem hätte es ein schönes Spiel werden können, aber es wusste nicht, was es sein will. Ein Krimi, bei dem man den Mörder finden muss? Dazu hat mir der Mörder und die Spurensuche gefehlt. Ein Rätselspiel, das einen fordert? Dazu haben mir die Rätsel gefehlt.

Ich war vor allem zum Ende hin sehr enttäuscht, war es bis dahin wenigstens nett, war der fehlende Schluss mit Verweis auf Teil 2 dann doch etwas, das den Spielemachern peinlich sein sollte. Mir wärs das. Dabei scheinen sie so stolz auf ihr Werk zu sein, gerade zu Anfang gibt es einige Szenen, die nur des animierens Willen da sind und sie haben sogar eine CD mit dem Soundtrack beigelegt, den sie sehr toll zu finden scheinen. So toll, dass sie in den Werkseinstellungen sogar die Musik lauter als die Stimmen gestellt haben und ich das erstmal von Hand ändern musste.

Das Spiel würde ich mir nicht mehr kaufen und auch nicht weiter empfehlen.
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