So finster die Nacht / Let me in

54 Tage bis Halloween, ihr Nasen! Hier also noch zwei Filmtipps aus dem Gruselbereich.

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In einem ärmlichen Teil Schwedens der 80er Jahre trifft Oskar nachts auf das neue Nachbarskind Eli. Sie freunden sich an da sie beide Aussenseiter sind. Doch es kommt bald heraus, dass Eli ein Vampir und für die Morde in letzter Zeit verantwortlich ist.

Warum ich beide in einem Posting nenne: Es ist der selbe Film. Echt jetzt. Matt Reeves fand das schwedische Original so toll, dass er fand, mehr Leute müssten es sehen. Was liegt also näher, als den Film nochmal mit amerikanischen Schauspielern zu drehen, ne? Was sich darin äussert, dass die Szenen die selben sind und sogar die selben Sätze fallen. Nuja. Wers mag… man kann sich also raussuchen, ob man lieber die amerikanische oder schwedische Version mag. Beide sind verständlicherweise toll. Ich werde im Folgenden aber über die schwedische Version schreiben.

Dieser Fantasyhorror erinnert zu recht an eine sehr, sehr, sehr, düstere Version von
Der kleine Vampir. Es wurde sich sehr nah am Buch von John Ajvide Lindqvist mit dem selben Titel gehalten. 

Das übrigens auch sehr gut ist. Nur, falls hier einer lieber Bücher liest statt Filme zu sehen. Kann ja mal vorkommen. Auf einem Buchblog und so.


Die Rollen wurden gut besetzt, die Geschichte gut in Szene gesetzt. Die freundschaftlichen Szenen mit Eli und Oskar sind herzig, die restlichen bedrückend und düster (was auch daran liegt, dass Winter ist und die Sonne nicht scheint. Wieso spielen so viele Horrorfilme eigentlich im Winter? Sieht man da das Blut besser wegen dem Schnee?)

Lachen musste ich über den russischen (?) Sporttrainer, der die Kinder einfach auf die Eisbahn pinkeln lässt („Wird wieder Eis. Gelbes Eis.“) und sie nicht mal nach Hause schickt, wenn sie dabei eine Leiche entdecken, sondern sie an den Rand stellt und der Polizei bei der Arbeit zugucken lässt. Ob das jetzt daran liegt, dass es die 80er waren, oder in Russland die Uhren anders ticken kann ich nicht mal sagen. Aber die kurzen Szenen mit ihm waren sehr unterhaltsam und er könnte bestimmt einen eigenen Film füllen. Und der Film wurde schön aufgelockert zwischendurch. Das war nötig, damit er nicht zu sehr ins depressive abgleitet.

Ausserdem schaut Oskar aus wie Michel von Lönneberga. Es fehlt bloß die Kappe.


Klischees werden größtenteils vermieden. So ist Eli ein ganz normaler Mensch, nur dass Eli Blut zum überleben braucht und in Flammen steht wenn ein Sonnenstrahl auf ihn fällt. Ausserdem kann er gut klettern. Aber er hat keine vampirischen Supersuperkräfte wie es gerade modern zu sein scheint. Was mal eine schöne Abwechslung ist. Ich habe gerade heute in Ravenwood gelesen, und mir ist dabei wieder aufgefallen, dass die Vampire dort alles können und daher sehr langweilig sind. Die Idee, dass ein Vampir tatsächlich abhängig von Menschen ist, nicht nur im Blutsinne, ist mal eine sehr interessante und wurde gut umgesetzt.

Genug Geschwafel, hier die Trailer:

Und weil ichs vorhin erwähnt habe: Extralumpi.


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TTT // 10 Bücher zum gruseln

Orphan.

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