Divergent von Veronica Roth (Divergent #1)

Divergent von Veronica Roth

Worum es geht: Beatrice Prior ist 16 Jahre alt, und damit im zukünftigen Chicago Erwachsen. Das bedeutet, dass sie auf ihren Charakter getestet wird um sich besser entscheiden zu können, ob sie sich den furchtlosen Dauntless, den ehrlichen Candor, den wissensstrebenden Erudite, den freundlichen Amity anschliessen oder bei den selbstlosen Abnegation, zu der ihre Familie gehört, bleiben soll. Doch der Test gibt keinen Aufschluss: Sie passt zu drei der fünf Fraktionen. Etwas, das niemand wissen darf, da so genannte Divergents als gefährlich angesehen werden. Tris schliesst sich den Dauntless an, doch ihr Divergent-Status lässt sich dort nicht so einfach verheimlichen. Die Computersimulationen, die ihr Ängste abtrainieren sollen funktionieren bei ihr nicht. Zum Glück hilft ihr Trainer Four bei der Vertuschung.

Meine Meinung: Ich habe schnell festgestellt, dass es bei Divergent zwei Gruppen gibt: Die, die es lieben und die, die es hassen. Zugegeben, es gibt da einige Kritikpunkte. Aber ich fand es eine ordentliche kleine Dystopie für Zwischendurch.

Zunächst mal sei die klare Sprache erwähnt. Kein Schnickschnack, keine unnötigen Passagen, einfach gerade raus aber trotzdem nicht abgehackt. Sehr schön! Und gut zu lesen.
Dann habe ich da noch den Kritikpunkt gesehen, dass Tris nichts besonderes ist und jeder ihren Platz einnehmen könnte. Jepp, isso. Aber das finde ich nicht schlimm, sondern relativ erfreulich. Sie ist keine Auserwählte und nur sie alleine kann die Menscheit retten, sondern das könnte auch jeder andere. Sie ist nur zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Klar ist sie eine Unbestimmte, aber das sind andere auch. Was solls. Man braucht ja nicht in jedem verdammten Buch einen Harry Potter.
Was mir auch gut gefallen hat war das nicht vorhandene Liebesdreieck. Ich hatte bei jeder vergangenen Seite die Befürchtung, dass es mich gleich anspringt, aber es ist nicht passiert. Mädchen trifft Junge, beide mögen sich, sie beginnen eine Beziehung. Ende der Geschichte. Sehr erfrischend. Ich hatte mich vor kurzem noch relativ laut gewundert, ob das eigentlich normal ist, dass zwei Jungs um ein Mädchen buhlen, diese sich nicht entscheiden kann und die beiden brav daneben stehen und warten. Offensichtlich geht das auch anders, wie Divergent beweist. (Noch besser hätte es mir ohne Liebesgeschichte gefallen, aber das ist ja bei so ziemlich jedem Buch so, das weisst du ja).
Nicht so gut gelöst fand ich die relativ blassen Charaktere. Ich weiß, dass das ein beliebtes Schreibmittel ist. Man beschreibt Charaktere wage genug damit sich der Leser  in ihn versetzen kann oder sie selber weiter ausmalt. Gerade bei Jugendbüchern sieht man so etwas häufig. Trotzdem mag ich lieber schick ausgearbeitete Charaktere.
Genauso ging es mir mit den Fraktionen. Keine Ahnung wie die funktionieren. Tris schon, aber Tris erklärt das nicht. Ich musste mir schon selber zusammen reimen, wer die Fraktionen eigentlich sind. Was an sich okay ist. Tris erzählt ja keine Geschichte, sie erklärt nur, was gerade passiert. Aber man muss sich erst einlesen um einen Überblick zu bekommen und selbst dann weiß man nicht, womit man es zu tun hat.

Jedem neuen Divergent-Leser möchte ich empfehlen, die Fraktionen und ihre Eigenschaften herauszuschreiben. Sonst weiß man die ersten Kapitel nicht, wovon man eigentlich liest.

Aber ich hatte Spaß. Es gab Action. Tris wurde verletzt. Nicht in einem Catfight, sondern heftig. Wie es bei einem Mann auch geschehen würde. Sie wird nicht geschont. Die Bösewichter töten Menschen. Es gab Action. Es wird geschossen und mit Waffen gekämpft. Auch wenn die Gegner Freunde sind. Es gab Action. Es wird kein Halt gemacht vor etablierten Figuren. Jeder kann sterben. Ausserdem gabs Action.


Hier gehts zur Leseprobe des Verlages Randomhouse


Für Fans von: Enders Spiel von Orson Scott Card, Battle Royale von Kōshun Takami und Hunger Games von Suzanne Collins


Preis: 8,99€ fürs deutsche E-Book und 9,99€ für das Taschenbuch und 479 Seiten. Das englische E-Book hat 501 Seiten und kostet 5,12€, das Taschenbuch 7,88€. Die deutsche Ausgabe ist von Randomhouse und die englische von Katherine Tegen Books verlegt worden.

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