Starke weibliche Charaktere

Angesichts davon, dass sie tatsächlich Leute gefunden haben, die die Twilightfanfiction 50 Shades of Grey verfilmten, hier eine Liste mit wirklich starken Frauencharakteren. Welche, die problemlos in Hintern treten, Männer nur ein Zusatz sind, und nicht alles, bei denen Stärke nicht nur ein informelles Attribut sind; kurzum, Frauen, die mit ihrem eigenen Rückgrat stehen können und tatsächlich wertvoll sind. Einfach nur, weil sie sie selbst sind. Aus einfachheitsgründen und weil ich faul bin lasse ich Bücher wie Jane Eyre, die ich schon mal vorgestellt habe, draussen. So, genug geschwafelt.

Kleine freie Männer von Terry Pratchett

The Wee Free Men (Discworld, #30) (Tiffany Aching, #1)
Tiffany Achings Bruder Willwoll ist nervig. Und klebt immer. Aber er ist ihr Bruder. Also bewaffnet sie sich mit einer Bratpfanne und führt die kleinen freien Männern – Schafestehlende, 15cm große nach Haggis süchtige Männer, die so schwer tättowiert sind, dass sie blau aussehen – auf in den Kampf gegen die böse Elfenkönigin, die ihn entführt hat.
Tiffany ist keine Besonderheit in der Scheibenwelt. Wenn Terry Pratchett ein etwas hat, dann ist es, starke weibliche Charaktere zu schreiben. Tiffany ist allerdings in der Hinsicht eine Besonderheit, dass sie keine gestandene Frau ist, sondern ein 9 Jahre altes Mädchen. So geht es in ihren Büchern auch um das Erwachsenwerden; jedoch nie auf plumpe, oder für ausgewachsene Leser nervige Weise.
Die Tochter der Wälder von Juliet Marillier
Daughter of the Forest  (Sevenwaters, #1)
Sorcha hat sechs Brüder.  Als ihre Stiefmutter diese in Schwäne verwandelt, gibt es nur eine Art, den Zauber aufzuheben: Sorcha darf keinen Ton mehr sagen und muss für jeden der Brüder ein Hemd aus Mieren, einer stacheligen Blume, weben. Sorcha wird dabei immer weiter in den Krieg von England gegen Irland gezogen und landet schließlich in den Händen des Feindes.
Ich weiß nicht, ob ihr es schon wusstet, aber ich liebe Märchenadaptionen. Und das hier ist sogar eine recht gelungene.
Kinder des Judas von Markus Heitz
Kinder des Judas (Kinder des Judas, #1)
Skylla ist schon ein paar hundert Jahre alt. Was dadurch bedingt ist, dass sie ein Vampir ist. Was dadurch auch mit sich kommt, ist, dass man ein bis zwei Feinde angehäuft hat. Die sich entschliessen, jetzt zu kommen.
Da die Geschichte im Jahre 1670 beginnt ist Skylla recht ein ungewöhnliches Frauenbild. Doch sie wurde von ihrem Vater als Kind des Judas erzogen. Was mit Authopsien, Messerkämpfen und anderen lustigen Freizeitaktivitäten einhergeht. Nicht verwunderlich also, dass Skylla den Kopf höchstens senken würde, um jemanden damit zu rammen.

Der geheime Garten von Hodgson Burnett

The Secret Garden
Nachdem Mary Lennox‘ Eltern in Indien gestorben sind muss sie auf das Gut ihres Onkels ziehen. Dieser erträgt es nach dem Tod seiner Frau nicht mehr, dort zu sein, weshalb Mary meistens unter der Fuchtel von Mrs Danvers² äh, ich meine Mrs Medlock, seiner Haushälterin, steht. Auf Empfehlung eines der Hausmädchen geht Mary jeden Tag mit deren Bruder Dickon spazieren. Gemeinsam entdecken sie einen verschlossenen Garten. Was ist darin? Und was sind das für Schreie mitten in der Nacht?
Mary ist ein Sonderfall in dieser Liste. Mary ist am Anfang der Geschichte verzogen, unsympathisch, schlichtweg ein wenig angenehmer Charakter. Sie muss erst heranwachsen und sich entwickeln, um stark zu sein.
Ich hoffe, euch gefällt die Liste.
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