E-Bücher, der Weg zur ewigen Verdammnis.

Neulich bei Twitter:

 

Ich sags ja schon lange: Buchblogger, die sich damit brüsten, nur Papierbücher zu lesen, sind mir zutiefst suspekt. Gerade wir sollten es besser wissen, als Leute zu verurteilen, weil sie ein Buch lesen. Jedes mal, wenn ich irgendwo “i pledge to read the printed word” lese, ruft das bei mir höchstens eine Reaktion hervor:

15 Things You Shouldn't Say To Someone Struggling With Depression

Wie engstirnig kann man sein? Und wie stolz auf seine Borniertheit? Newsflash: Ihr seid nichts besseres, weil ihr nur Papier lest. (Worauf bloggt ihr eigentlich? Werft ihr euren Abonnenten Pergamentflugzeuge durchs Fenster?) Ihr seid keine magische Elite. Ihr seid Leser. Genau wie jeder andere, der das geschriebene Wort liebt.

Es ist uns allen wichtig, dass Leute Bücher lesen. Wieso erkennt also ein großer Teil von uns E-Buchwürmern den Status des Buchliebhabers ab? Es kommt auf den Inhalt an. Und dieser ist immer der selbe.

Ob er jetzt in einem Papierbuch, auf einem eReader, oder von einer Steinplatte gelesen wird.

Musik einer Geisha.

Und weiter gehts mit japanischer Geschichte. Oder so ähnlich. Jede Geisha muss neben dem Make Up und der Teezeremonie ein Musikinstrument beherrschen. In Arthur Goldens Die Geisha wird beschrieben, wie die Geishalehrlinge jeden Tag ihre Hände in Eiswasser legen, bis diese taub sind, und dann eine Stunde auf ihren Shamisen üben. Iiks! Die Logik dahinter ist, dass man, wenn man schon mit steifen Fingern perfekt spielen kann, keine Probleme mit ungelenken Händen bei Lampenfieber hat.

Shamisen sind japanische Lauten. Neben Trommeln (Tsuzumi), Langflöten (Shakuhachi), und der 13-Saitigen Zither (Koto) ist Shamisen DAS japanische Musikinstrument.

Und es klingt sehr rockig. Vermutlich nicht, wenn es eine Geisha spielt, aber ansonsten (also in nicht-eingefrorenen Händen) ist es fast eine einzige Rockband.

Mir gefällt Shamisen sehr gut. Das könnte ich mir durchaus öfter als Alltagsmusik vorstellen. Vielleicht kommts ja in den nächsten 100 Jahren auch mal im Westen an.

Wie gefällt euch Shamisen?

Make-Up einer Geisha.

Ich lese zur Zeit Die Geisha von Arthur Golden. Und wie man vielleicht am Titel erahnen kann, geht es um Geishas. Diese geheimnisvollen Frauen, die fest an Japans Kultur gebunden sind, und die ich mir seltsamerweise immer mit einer Kanne Tee in der Hand vorstelle. Die 9 Jahre alte Chiyo wird an ein Geishahaus verkauft und dort ausgebildet, einmal selbst eine zu werden. Dabei wird allein schon der Schminkprozess und warum eine Geisha sich gerade so schminkt über mehrere Seiten von ihr beschrieben.

Dann riß sie ein kleines Stück Wachs von einer der Stangen, knetete es mit den Fingerspitzen weich und rieb es sich im Gesicht, am Hals und an der Brust in die Haut.

[…] dann befeuchtete sie einen ihrer flachen Pinsel in einem Gefäß mit Wasser und rührte damit in dem Make-up herum, bis eine kalkweiße Paste entstand. Damit bemalte sie sich Gesicht und Hals, ließ aber die Augen sowie die Umgebung von Mund und Nase frei. Wenn Sie einmal gesehen haben, wie ein Kind Löcher in Papier schneidet, um sich eine Maske zu machen, wissen Sie, wie Hatsumomo aussah, bis sie ein paar kleine Pinsel befeuchtete und damit die Löcher ausfüllte.

[…] Falls Sie es noch nicht wissen, muß ich Ihnen hier etwas über den Stellenwert erzählen, den der Hals in Japan einnimmt: die japanischen Männer bringen dem Hals einer Frau die gleichen Gefühle entgegen wie die Männer im Westen ihren Beinen. Darum ziehen die Geishas den Kragen ihres Kimonos hinten so weit herunter, daß die ersten Wirbel des Rückgrats zu sehen sind; vermutlich ähneln sie darin einer Pariserin, die einen kurzen Rock anzieht. Tantchen malte Hatsumomo ein Muster auf den Nacken, das sanbon-ashi  – Dreibein – genannt wird. Dieses Muster hat eine außerordentliche Wirkung, denn man hat das Gefühl, durch drei kleine, spitz zulaufende weiße Zaunlatten auf ihre nackte Haut zu blicken. Es hat Jahre gedauert, bis ich begriffen habe, wie erotisch das auf Männer wirkt.

[…] Eine Geisha lässt auch grundsätzlich rings um ihren Haaransatz einen schmalen Hautstreifen ungeschminkt, so daß ihr Make-up noch künstlicher, noch mehr wie eine Maske aus dem No-Theater wirkt. Und wenn ein Mann neben ihr sitzt und ihr maskenhaftes Make-up betrachtet, wird er sich um so stärker der nackten Haut darunter bewußt.

Ich weiß nicht, ob es aus den Ausschnitten heraus sticht, aber sich zu schminken und anzuziehen ist für eine Geisha eine Zeremonie.

Und eine faszinierende noch dazu.

Hörbücher bei Spotify: Kinderbuch-Edition.

So ziemlich jeder hat inzwischen ein Spotify-Konto (und wenn nicht, worauf wartet ihr? Es ist ein toller Service!). Was jedoch kaum einer weiß: In Deutschland gibt es dort auch erstaunlich viele Hörbücher. Und da es in der ganzen Vielfalt schwer ist, etwas selber zu finden, gibt es ab sofort diese Reihe auf dem Blog. Heute starten wir mit Kinderbüchern.

(mehr …)

Beastly von Alex Flinn (Kendra-Chronicles #1).

Beastly (Beastly, #1; Kendra Chronicles, #1)

Soundtrack zur Rezension:

The Duke Spirit – Love Is An Unfamiliar Name


Worum es geht:

In einem Chatroom treffen sich seltsame Gestalten: Ein Bär, ein Frosch, eine Meerjungfrau, ein Monster, und ein Psychiater. Jede Woche kommt diese Selbsthilfegruppe für Hexenflüche zusammen und langsam wird die Geschichte von BeastNYC zusammen gepuzzelt.

Kyle ist 15, hübsch, beliebt – und grausam. Hässliche Menschen haben in seiner Welt nicht verloren und werden gnadenlos rausgemobbt. Sein neuestes Opfer ist Kendra. Sein überraschen ist groß, als Kendra eines Abends wunderschön in seinem Schlafzimmer steht und ihn für seine Vergehen bestraft. Er wird in eine Mischung aus Mensch und Hund verwandelt.

Er hat zwei Jahre, um ein Mädchen zu finden, dass ihn liebt. Und Internet-Dating zählt nicht.


Zitat:

FROGGIE: hi, grizz.

GRIZZLYGUY: Ich habe Neuigkeiten!  Ich bin ein Mensch! Ich bin kein Bär mehr!

BeastNYC: Ein Mensch?

FROGGIE: glckwunsch.

BeastNYC: <- Total neidisch auf Grizz.

GRIZZLYGUY: Das Mädchen – sie heißt Schneeweißchen (also *nicht* Schneewittchen) – folgte mir in den Wald, als sie sich zu ihrem Sommerhaus aufmachten. Sie sah den bösen Zwerg, der mich mit einem Fluch belegte, und sie half mir, ihn zu töten.

FROGGIE: ihr hbt einen Zwerg umgbracht.

GRIZZLYGUY: Einen *bösen* Zwerg.

FROGGIE: trtzdem…

GRIZZLYGUY: Ich habe keine Straftat begangen, indem ich den Zwerg getötet habe, schließlich war ich da noch ein Bär.


Meine Meinung:

Die Idee mit dem Chatroom fand ich toll und modern. Wie die verschiedenen Märchenfiguren miteinander agieren, sich Mut zusprechen, füreinander freuen oder Ideen austauschen war einfach lustig mit anzusehen.

Dabei war FROGGIE mit Abstand mein liebster Chatter. Trotz Schwimmhaut bedingter Tippfehler schafft er es pointiert, sich über die anderen (oder sich selbst. Und Fliegen.) sarkastisch auszulassen. Und wenn er nicht betonen würde, dass er mal ein Prinz war, könnte man vermuten, dass jemand Chandler Bing verwandelt hat.

Bei SilentMaid habe ich mich allerdings gefragt, warum sie ihrem Loveinterest, nu ja, nicht einfach schreibt. Scheint sie ja zu beherrschen.

Es ist nur ein kleiner Teil des Buches im Chat angesiedelt. Die Fragen, die dort gestellt werden, bringen den Leser jeweils zurück zu Kyle, der erzählt, wie das bei ihm so ist.


Gestört hat mich der Spiegel. Der Spiegel. Ich habe mich ja schon damit abgefunden, dass dieses Deus ex Machina seit Es war einmal… von Jean Cocteau in jeder verdammten Die Schöne und das Biest-Neuinterpretation dabei ist. Übrigens ist Es war einmal… die gruseligste Version von die Schöne und das Biest, die ihr so finden könnt.

Seht ihr, was ich meine? Dieser Film ist übrigens für Kinder. Wie die verdammten Sieben Geißlein. Wie auch immer. Kyle benutzt diesen Spiegel, um Mädchen unter der Dusche zu beobachten, dem Präsidenten auf der Toilette aufzulauern, und seinem Loveinterest beim schlafen zu zugucken.

Did that person really just pass you your complimentary cranberry juice with their fingers on the rim of the cup?:

Deus Ex Scuse Me, das geht überhaupt nicht. Im ganzen Buch wird das als lustig und romantisch abgetan, was so gar nicht passt, weil seine schlechten Taten normalerweise als schlechte Taten dargestellt werden. Selbst als er Lindy gefangen nimmt, wird es genau als Gefangenschaft bezeichnet und er wird permanent von anderen Charakteren darauf angesprochen, dass das nicht okay ist. Aber nichtsahnende nackte Mädchen beaugapfeln? Voll okay.

Also den Spiegel hätte man auch weglassen können.

Vielleicht liegt das Problem aber auch daran, dass Kyle und Lindy 16 Jahre alt sind. Das ist verdammt jung für den Plot von Die Schöne und das Biest.

Doof fand ich auch am Schluss, dass

Spoiler zum Schluss! Den Text mit der Maus markieren, um ihn lesen zu können.Will, Kyles blinder Freund, am Ende sehen konnte, weil der Fluch gebrochen wurde.Gut, es war Zauberei, aber es ist nicht das schlimmste der Welt, Jugendlichen klar zu zeigen, dass manches eben kein Happy End hat.


Toll fand ich, dass sie das Buch in großen Teilen um Bücher dreht. Da Kyle das Haus kaum verlassen kann, vertreibt er sich die Zeit mit lesen. Er brettert durch alle Klassiker von Der Glöckner von Notre Dame über Frankenstein zu Das Bildnis von Dorian Grey , und Lindy ist mit ihrem Faible für Bücher der Bronte- (immer noch ohne umgefallene Tüpfelchen, mea culpa) Schwestern und Shakespeare steht ihm in nichts nach.


Der Schreibstil des Buches war angenehm und kurzweilig. Längen (immerhin sitzt Kyle die meiste Zeit Zuhause rum) sind überschaubar und mit Büchern aufgefüllt. Die Charaktere sind leibenswert. Und es gibt sogar Hexen.

BeastNYC: <seufz> Ok. Alles begann mit einer Hexe.

FROGGIE: so fngt immer alls an.


Für Fans von:

Wie Monde so silbern von Marissa Meyer.

Zwischen Schnee und Ebenholz von Ann-Kathrin Wolf.

Hex in the City von Shanna Swendson.


Weitere Rezensionen:

Bella’s Wonderworld.

Zwischen den Seiten.


Fakten zum Buch:
  • Der nächste Band heißt Magical.
  • In Magical geht es darum, wie Kendra rausfand, dass sie eine Hexe ist und dann durch verschiedene Märchen stolpert.
  • Und der doofe Spiegel wird dort schon im Klappentext erwähnt.
  • Verlag: Baumhaus.
  • ISBN: 383393844
  • 333 Seiten.

Bücher verschlingen jetzt auch bei Bloglovin’.

Mir ist aufgefallen, dass sich immer mal wieder Leute über Bloglovin’ hier her verirren und mein Blog dort sogar ganze 4 Follower hat (ich hoffe zumindest für euch, dass ihr ganz seid).

Ich habe mich da jetzt also mal angemeldet und ein Widget in die Seitenbar gepappt, damit man dem Blog mit einem Klick darauf folgen kann. Zumindest hoffe ich das. Es war viel HTML und ich habe keine Ahnung, was ich da getan habe.

 

Bis denn dann und möge Cthulhu mir dort einen Banner bringen.

Manchmal muss man in die Vergangenheit zurück.

Nachdem ich die letzte Woche schon Bands durchgegangen bin, die ich als Teenager in Dauerschleife gehört habe, und euch heute lieber erspare (was habe ich mir damals nur gedacht?!), läuft seit gestern ein weiterer Dauerbrenner meiner Pubertierzeit. Rent.

Wer wollte damals nicht un-be-dingt Tango lernen, keine Miete zahlen, wahlweise mit Gitarre oder Kamera an einer Straßenecke stehen, um kein Geld zu verdienen, und Fleischlose Fleischbällchen essen während man sich Hals über Kopf verliebt?

Also das war auf jeden Fall einer meiner besseren Geschmäcker damals.

Dein Buchjahr in 30 Fragen 2016

Martinabookaholics fragt nach dem Lesejahr 2016. Also mal gucken. Ich habe 45 Bücher gelesen und einige Hörbücher gehört.

Wer einen schnellen Überblick möchte, kann gerne bei meinem Goodreads 2016 vorbei augapfeln.

24 Things People Slightly Obsessed With Reading Know To Be True

Allgemein


1. Buch des Jahres– Welches war für Euch DAS Buch des Jahres?

– Auch, wenn es schwer fällt, nur eine Nennung ist erlaubt.
Antwort: Ich lasse bei dieser Frage Rereads mal aus: Jurassic Park von Michael Crichton.


2. Flop des Jahres

– Welches Buch war für Euch der Flop des Jahres?

Antwort:  Wenn wundert es, ich nenne Zorn und Morgenröte von Renee Ahdie. Es war so schlecht, dass ich die Kommas in der Rezension willkürlich mit meiner Stirn gesetzt habe. Und dabei habe ich mich so auf das Buch gefreut.


3. Größte positive Überraschung

– An welches Buch hattet Ihr eher geringe bis durchschnittliche Erwartungen und dann hat es Euch richtig umgehauen (im positiven Sinne)?
Antwort: Wie Monde so silbern von Marissa Meyer. Sehr gehypt und Märchen mit Cyborgs? Ich hatte mich auf höchstens einen netten Zeitvertreib eingestellt. Es war dann aber doch ganz gut.


4. Größte Enttäuschung

– An welches Buch hattet Ihr große Hoffnungen geknüpft und dann hat es Euch richtig enttäuscht?

 

Antwort: City of Bones. Ebenfalls gehypt und mit Frauen aller Altersgruppen im Fandom war ich wirklich überrascht, wie mies das ist. So hasserfüllt gegenüber allem, keine anderen Emotionen, schlecht recherchiert, ein Loveinterest, der wohl cool sein soll, sich aber nur wie ein Arschloch benimmt, und überhaupt einfach nur doof.


5. Bester Pageturner

– Welches Buch konntet Ihr gar nicht mehr aus der Hand legen?
Antwort: Himmlische Wunder von Joanne Harris.


6. Liebste Reihe/ Trilogie – Welches war in 2016 Eure liebste Reihe?

(Es muss mindestens ein Band in diesem Jahr gelesen worden sein.) Und auf welche Fortsetzung in 2016 freut Ihr Euch am meisten?
Antwort: Sophie im Schloss des Zauberers und der zweite Teil, Castle in the Air von Diana Wynne Jones. Leider gibts davon nur 3 Teile, die Autorin ist während dem schreiben des viertens verstorben. So lese ich alle 10 Jahre mal einen neuen Teil, und 2016 wars wieder so weit. 2026 meckere ich dann, dass es vorbei ist.


7. „Dickster Schmöker“

– Welches war Euer Buch mit den meisten Seiten? Sind die Seiten nur so „dahin geflogen“ oder musstet Ihr kämpfen?
Antwort: Das war A Clash of Kings von George R.R. Martin mit 761 Seiten. Es war ein Zwischending; Die Bücher von Game of Thrones lese ich immer übers Jahr verteilt ab und zu ein paar Kapitel und auf diese Weise ein Buch pro Jahr.


8. Die meisten Fehler

– Ist Euch ein Buch ganz besonders negativ durch viele logische und/ oder orthografische Fehler aufgefallen?
Antwort: Immer noch Zorn und Morgenröte. Keine Ahnung, wo da der Editor war, aber das Buch hat sich teilweise sogar auf der darauf folgenden Seite selbst widersprochen.


9. Interessantestes Sachbuch

Auch „non-fiction“ kann fesseln, welches Sachbuch hat Euch in diesem Jahr am meisten beeindruckt?

Antwort: Über Sachbücher halte ich keine Listen.  Also nehme ich einfach mal das The Vegan Zombie-Kochbuch. Es ist ein Buch mit einfachen Rezepten, in das ein Comic eingebunden ist. Außerdem haben die Schreiber quasi den besten Youtubekanal des Essens seit es veganes Essen gibt.



Story

10. Schlimmster Buchmoment

– Welches war für Euch der schlimmste Moment in einem Buch? Entdeckung eines Betrugs? Tod eines Lieblings? Eine herzergreifende Trennung?

Antwort: Als der T-Rex Grant und die Kinder gejagt hat. Mein Herz ist fast stehen geblieben und ich kam mit dem lesen kaum hinterher.


11. Enttäuschendstes Ende

– Das Buch war toll aber das Ende einfach Mist? Welches Ende hat Euch am meisten enttäuscht?

Antwort: Ich war leicht von A Year of Soup von Howard R. Reiss enttäuscht.


Charaktere

12. Liebster Held

– Welches war Euer liebster Held?
Antwort: Marquise de Carabas aus Niemalsland von Neil Gaiman.


13. Liebste Heldin

– Welche Heldin hat Euch am besten gefallen?
Antwort:  Door aus Niemalsland von Neil Gaiman.


14. Liebstes Paar

Manchmal stimmt die Chemie einfach, welches Paar hat Euch am besten gefallen? Hier zählt das Paar als Ganzes, ein noch so anbetungswürdiger Held kann seine unwürdige Partnerin nicht raus reißen!
Antwort: Roux und Vianne aus Chocolat von Joanne Harris.


15. Nervigster Held/ Nervigste Heldin

: – Welcher Protagonist hat Euch am meisten genervt? Bei wem konntet Ihr nur noch mit den Augen rollen? Gab es vielleicht einen besonders schlimmen/ peinlichen Moment?
Antwort: Nieshka aus Uprooted. Angefangen damit, dass Nieshka Bücher doof findet, und man statt zu lesen, lieber im hier und jetzt leben soll, bis darüber, dass sie einfach nur strunzdumm ist und rum nervt, ist sie die schrecklichste Protagonistin aller Zeiten.


16. Fiesester Gegenspieler

Wer hat Euren Buchhelden am schlimmsten zugesetzt?

Antwort: Der T-Rex, natürlich. Jurassic Park, Leute. Jurassic Park.


17. Liebster Nebencharakter

– Auch Charaktere, die nur am Rande vorkommen, kann man ins Herz schließen. Welcher Nebencharakter ist Euch besonders in Erinnerung geblieben?

Antwort: Calzifer aus Sophie im Schloss des Zauberers von Diana Wynne Jones. Calzifer ist der Feuerdämon von Howl, und arbeitet in dessen Schloss. Von der Feuerstelle aus kommentiert er alle Vorgänge. Wenn er nicht gerade ein walisisches Lied über Kochtöpfe singt.



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Verschiedenes

18. Bester Kuss

– Habt Ihr bei einem Kuss so richtig mitgefiebert, erleichtert aufgeseufzt, richtig Lust aufs Küssen bekommen?
Antwort: Oh, bitte.


19. Beste Liebesszene

– Wenn es nicht beim Küssen bleibt, welche Liebesszene hat Euch am meisten angesprochen?

Antwort: Ich suspektiere dann mal wegen dieser Fragen vor mich hin.

 

200


20. „Lachkrampf“

Bei welchem Buch konntet Ihr am herzhaftesten lachen?

Antwort: So seltsam es klingt, aber A Clash of Kings hat mich sehr oft auflachen lassen. Vor allem Tyrion ist der witztigste Buchcharakter, der jemals gedruckt wurde. Der Erzähler hat auch oft sehr trockenen Humor.

Bei The Princess Bride musste ich auch oft laut lachen.

„I must court her now,“ said the Prince. „Leave us alone for a minute.“ He rode the white expertly down the hill. Buttercup had never seeh such a giant beast. Or such a rider. „I am your Prince and you will marry me,“ Humperdinck said.


21. „Heulkrampf“

– Bei welchem Buch habt Ihr am meisten geweint bzw. hättet am meisten heulen können?

Antwort: Gabs keins.

 


22. Bestes/ liebstes Setting

– Euer Lieblingsland/ Eure Lieblingsstadt, eine wundervoll gestaltete Fantasywelt – Welches Setting hat Euch besonders beeindruckt?

Antwort: Die Kontinente in Game of Thrones. ich glaube, ich habe noch nie so gut durchdachte Bücher gelesen. Kein Wunder, dass er sich beim schreiben so viel Zeit lassen muss.


23. „The big screen“ – Welches Buch würdet Ihr am liebsten verfilmt sehen?

Antwort: Eigentlich gar keins.



Autoren

24. Liebster Autor – Welchen Autor/ Welche Autorin habt Ihr in diesem Jahr am liebsten gelesen?
Antwort: Am liebsten habe ich keinen Autoren gelesen. Da waren einige gute dabei. Entscheiden kann ich mich da nicht.


25. Autoren-Neuentdeckung 2016 – Habt Ihr einen Autor in diesem Jahr für Euch entdeckt, von dem Ihr nun am liebsten alles verschlingen würdet?
Antwort: Neu entdeckt habe ich dieses Jahr Marissa Meyer, deren Schreibstil ich sehr toll finde.


25.b Autoren-Enttäuschung 2016 – Ein Autor, von dem ihr bisher alles verschlungen habt, der Euch aber arg enttäuscht hat in diesem Jahr?

Antwort: Joanne Harris. Sie ist meine Lieblingsautorin. Ich erwähne das so oft, dass sie mich schon bei Twitter angeschrieben hat, dass sie das sehr freut. Nur mal so zum Vergleich. Trotzdem hat mir Gospel of Loki nicht sehr gut gefallen. Es ist eine Anreihung von Kurzgeschichten, die beschreiben, wie toll Loki ist. Es war sehr langweilig und ich habe ganze Seiten übersprungen.


Äußerlichkeiten

26. Bestes Cover– Welches Cover hat Euch im Jahr 2016 am besten gefallen? (Hier müsst Ihr das Buch nicht gelesen haben, jedes Cover, das Euch im Jahr 2016 beeindruckt hat, zählt.)

Antwort: Hag-Seed. Und es hat sogar zu meinem Nagellack gepasst.

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27. Schlimmstes Cover – Gibt es ein Cover, dass Euch fast davon abgehalten hätte, das Buch zu lesen? Oder ein Buch, dass Ihr tatsächlich aufgrund des Covers nicht lesen wollt? (Zu hässlich, zu grausam, zu kitschig?) Gab es ein Buch, dessen Cover unpassend zur Geschichte/ Stimmung war oder schon zu viel gespoilert hat?

Antwort: Also wir haben uns ja schon mal darüber unterhalten, aber The Gatekeeper’s Sons toppt alles. Eine Riesin hinterm Horizont, zwei fast unsichtbare Typen, von denen einer halb-Tor ist, der andere halb-See und den Titel in die Mitte geklatscht, wodurch Typ #1 auch noch ein S auf der Stirn hat. Also ja. Das geht besser.


28. Allgemein schönste Gestaltung – Welches Buch ist Euch wegen der Verarbeitung, Illustrationen, Kapitelunterteilungen etc besonders in Erinnerung geblieben?

Antwort:

Grimms Manga. von Kei Ishiyama. Die Illustrationen sind wun-der-voll.

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„Social Reading“

29. Gemeinsam lesen – Gab es eine Leserunde/ einen Buddy Read, die Euch besonders gut gefallen hat? (Muss natürlich nicht unbedingt in unserer Gruppe gewesen sein.)

Antwort: Nicht unbedingt. Ich habe bei Lovelybooks bei zwei Leserunden teilgenommen, und beide haben mir nicht sehr gut gefallen, vor allem die zu Hag-Seed war genau genommen eher schrecklich. Und zwar so schrecklich, dass ich mir überlege, bei Lovelybooks nicht mehr teilzunehmen. Wenn man keine Meinung haben darf, außer, dass das Buch das beste seit der Erfindung des Wortes ist, dann macht es einfach keinen Spaß.


30. Bester Tipp – Gab es eine Leseempfehlung, für die Ihr besonders dankbar seid?

Antwort: Eigentlich nicht. Die Bücher habe ich mir dieses Jahr alle selber zum lesen ausgesucht.

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The Princess Bride von William Goldman. Fast besser als Hustenbonbons.

The Princess Bride


Worum es geht:

Das Milchmädchen Buttercup ist in den Top 10 der schönsten Frauen der Welt. Ihr Angebeteter seit 2 Stunden, die Farmhilfe Westley, zieht los nach Amerika, um dort viel Geld zu verdienen und sich ein Bett für 2 leisten zu können. Dort kommt er jedoch nie an, er stirbt auf hoher See.
Vor Herzschmerz nimmt Buttercup den ersten Heiratsantrag an, der ihr verspricht, dass sie ihn nicht lieben muss: Den vom Prinzen Humperdinck.

Vor der Hochzeit wird sie jedoch von dem besten Fechter der Welt, einem Riesen, und einem Sizilianer entführt. Auf der Überfahrt zu den Klippen des Wahnsinns kommt ihnen allerdings plötzlich Der Gefürchtete Pirat Roberts in die Quere, der Buttercup für sich haben will.

Außerdem hat es Fechten, Boxen, Folter, Rache, Riesen, Monster, Verfolgungen, Fluchten, wahre Liebe, Wunder…

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