Märchenhaft 2016–Zwischenstand für November.

Diesen Monat geht eine Ära zu Ende. Mein Kindle, das mir Jahrelang trotz gröbster Misshandlungen zur Seite gestanden hat und mir immer treu war, ist gestorben.

kindletot

Ich vermisse es tierisch und werde hoffentlich mit meinem neuen Paperwhite namens Ender (benannt nach Ender Wiggin. Nicht nach Minecraft.) genauso glücklich.

Außerdem habe ich eine kleine Pause eingelegt, und zwar von anderen Bücherblogs. Mal nicht bei anderen zu stöbern hat mir sehr gefallen und ich denke, das werde ich noch bis mindestens nächstes Jahr beibehalten. Ich stehe den drei ewigen Themen inzwischen jedenfalls schon viel gelassener entgegen.


Im November war das Thema Die Schöne und das Biest.

Lies ein Buch…

  • … das nicht durch seine Hülle besticht, sondern durch den Inhalt.
  • … das in Frankreich spielt.
  • … über eine ungewöhnliche Liebesgeschichte
  • … mit einem verzauberten Gegenstand.
  • … in dem der/die Protagonistin gerne liest.

Gelesen habe ich:

Hag-Seed (Hogarth Shakespeare) Hag-Seed von Margaret Atwood.
Die Rezension gibts hier: Hag-Seed.
Punkt: Lies ein Buch in dem der/die Protagonistin gerne liest.
Zwischen Macht und Spiegel (Die Märchenherz-Reihe 3) von [Wolf, Ann-Kathrin] Zwischen Macht und Spiegel von Ann-Kathrin Wolf.
Der letzte Teil der Märchenherz-Reihe. Schriftlich viel besser als der erste Teil, vom Plot war ich leicht enttäuscht.
Punkt: Lies ein Buch mit einem verzauberten Gegenstand.
Die Auserwählten by James J. Frey Endgame – Die Auserwählten von James Frey.
Sehr spannend. Allerdings wurde der ganze Plot nur mit Aliens erklärt und war auch nur mit denen halbwegs logisch.
Punkt: Lies ein Buch, in dem eine oder mehrere Zahlen eine besondere Rolle spielen
Zusammen ist man weniger allein Zusammen ist man weniger allein von Anna Gavalda.

Eins meiner absoluten Lieblingsbücher, das ich noch mal gelesen habe.
Punkt: Lies ein Buch das in Frankreich spielt.

Gehört habe Ich:

Im Bann des Zyklopen (Percy Jackson and the Olympians, #2) Percy Jackson im Bann des Zyklopen.
Der Fluch des Titanen (Percy Jackson, #03) Percy Jackson und Der Fluch des Titanen.
Die Schlacht um das Labyrinth (Percy Jackson, #4) Percy Jackson und die Schlacht um das Labyrinth.

Alle Zusammen gefasst: Wie man vielleicht erkennen kann bin ich ein kleiner Percy Jackson-Fan.

Allerdings habe ich dafür keine Punkte mehr frei. Hmpf.

Song des Abends.

Season Of The Witch von Luna.

Momentan höre ich gerne solche Lieder. Leicht gitarrenlastig, fügt sich gut in den Hintergrund ein, passt aber auch als Song, den man sich bewusst auswählt und anhört. Ein Lied, bei dem schon in der ersten Sekunde klar ist dass ich mir nicht anders helfen kann, als ihn zu lieben.

Muss an dieser schrecklichen Jahreszeit liegen dass ich mir so etwas ersehne.

Und ihr? Was hört ihr gerade so?

Friday-Sale bei Elbenwald.

Elbenwald.de hat Freitag und Samstag 10% auf alles im Sortiment. Den Weihnachtsgeschenken aus Hogwarts steht also nichts mehr im Wege. Nur Voldemorts Nase lässt sich dort nicht finden.

(Ob die wohl auch ein Horcrux war? Trumps Haare, anyone? Vielleicht versteckt er sich ja darunter bis er genug Einhornblut gesoffen hat.)

Auf jeden Fall hat Elbenwald alles, was das Fandomherz begehrt.

Hag-Seed von Margaret Atwood.

Hag-Seed (Hogarth Shakespeare)

 

Worum es geht:

Der Theaterregisseur Felix Phillips stürzt sich komplett in seine Arbeit zu The Tempest nachdem sowohl seine Frau, als auch seine Tochter gestorben sind. Doch in seiner Trauer merkt er nicht, wie ihn sein Assistent Tony ihn betrügt, und er verliert seinen Job. Tief gekrängt zieht er sich zurück, nur um Jahre später als Prospero verkleidet seine Rache auszuführen.


Zitat:

Noble people don’t do things for the money, they simply have money, and that’s what allows them to be noble. They don’t really have to think about it much; they sprout benevolent acts the way trees sprout leaves.


Meine Meinung:

Ich hatte Probleme mit dem Buch. Es gab Teile, die habe ich geradezu geliebt. Die Szenen mit den Insassen des Gefängnisses, in dem Felix nach seiner Kündigung arbeitet, waren übersprühend vor Ideen. Wie bringt man Leuten, die kaum lesen können, Shakespeare nahe? Natürlich, indem man Ariel in einen Alien verwandelt und die Texte in selbst geschriebene Raps umbaut. Die Analysen haben mir sehr viel Freude bereitet. Ich hatte Spaß mit ihnen.

Womit ich keinen Spaß hatte waren die Szenen außerhalb des Gefängnisses. Es hat einfach die Spannung gefehlt und jedes mal, wenn ich das Buch zur Seite gelegt habe, hatte ich es schon vergessen und musste mich Tage später beinahe zwingen, weiter zu lesen. Es war nicht fesselnd. Der größte Punkt ist, dass es keinen Gegner gibt. Es fehlte jemand, der Felix balanciert, das Gegengewicht zu seiner Rache. Seine Gegenspieler sind bis zum Finale weder zu sehen noch zu spüren.

Das andere Problem war, dass der Leser so gar nicht in Felix’ Rache mit einbezogen wurde. Er googelt Tony regelmäßig. Er denkt oft das Wort Rache, aber es passiert nichts. Er wartet, bis sie ihm zufällig über den Weg laufen, und schlägt dann zu. Mit dem warten hätte ich keine Probleme, da das auch im Original der Fall war, aber dass man überhaupt nicht mitbekommt, was er plant, fand ich sehr schade. Tut er was für seine Rache? Nein. Denkt er sich Szenarien für seine Rache aus? Nein. Plant er letztendlich etwas für seine Rache? Ja, aber ohne den Leser.

Vielleicht hätte es dem Buch da ganz gut getan, sich etwas vom Original zu entfernen.

Schön fand ich, dass am Ende des Buches eine Zusammenfassung des eigentlichen Theaterstück stand, damit man sich noch mal die Details ins Gedächtnis rufen und Parallelen ziehen kann. Vermutlich sind dafür dann auch die 5 leeren Seiten im Buch: Damit man seine eigenen Interpretationen gleich aufschreiben kann. Anders kann ich sie mir nicht erklären.

Den Schreibstil fand ich ansprechend. Mit wenigen Worten werden ganze Bilder gezeichnet, und das mag ich.

Auf jeden Fall eine interessante Interpretation mit schönen Ideen, der es leider an Spannung gefehlt hat. Wer allerdings auf Theater und Regiearbeit steht ist mit diesem Buch sicherlich glücklich.


Für Fans von:

Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt

Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas.


Fakten zum Buch:
  • Das Exemplar habe ich kostenlos im Gegenzug für eine Rezension und die Teilnahme bei der Lovelybooks Leserunde von Penguin Random House bekommen.
  • Das Buch ist Teil einer Reihe Shakespeare-Neuverföhnungen namens Hogarth Shakespeare.
  • Ja, ich habe in dieser Rezension 2x tun benutzt. Verhaftet mich doch.
  • Verlag: Penguin Random House UK
  • Preis: 18,29€ für die gebundene Ausgabe und 12,99€ für das Taschenbuch.
  • 292 Seiten.
  • ISBN: 1781090238

Also ich kann weibliche Bösewichte gar nicht mal so gut leiden.

Ich mag weibliche Bösewichte nicht.

Aber bevor ich den ungezügelten Hass aller Leser auf mich ziehe: Ich habe dafür gute Gründe. Ich würde nämlich sehr gerne mehr weibliche Bösewichte lesen. Wenn da nicht ein Problem wäre.

Weibliche Bösewichte haben einfach keinerlei gute Motive. Genau genommen haben sie immer nur ein einziges. Ihnen wurde das Herz gebrochen. Ein Mann war gemein zu ihnen. Er hat sie betrogen, er hat sie gar nicht erst angesehen, er hat ihr Leben ruiniert, weil er sie nicht (mehr) wollte. Oder, bei Erweiterung, seine Geliebte oder Tochter wars. Also schuld am Unglück.

Und es nervt. Unheimlich. Männer haben alle Motive des Spektrums zur Verfügung, inklusive gar keines. Frauen? Die haben Liebeskummer.

Die einzigen beiden Frauen, bei denen das nicht so war, sind Bellatrix Lestrange aus Harry Potter und, weil ich nicht spoilern will, die Killerin in Ich soll nicht töten. Beide waren einfach nur böse, weil sie böse waren.

Die eine war allerdings nur der Minion des männlichen Bösewichts, und die andere so sehr Strippenzieherin im Hintergrund, dass sie vielleicht 5 Szenen im letzten Buch hatte. Von denen 3 bei Skype waren.

 

bellminion

Kopfkino.

 

Was solln das?

Das fing schon damals bei den Gebrüdern Grimm an, als die Stiefmütter alle doofe Hexen waren. Und wo es damals noch guten Grund hatte, immerhin waren Stiefmütter damals größtenteils doofe Hexen, zieht sich das immer noch durch die Literatur wie reingetretene Hundekacke auf dem Gehweg.

Weibliche Bösewichte sind flache Charakter, die einfach kaum Reibungsfläche bieten. Es interessiert mich kein bisschen, ob deren Beziehung gescheitert ist. Warum auch? Das ist doch schon passiert, bevor das Buch überhaupt gestartet hat. Ich kenn die doch gar nicht! Warum sollte ich was über deren Beziehungsstatus wissen wollen?

Und warum zur Hölle muss ich ein ganzes Buch darüber lesen?

Ich habe jedenfalls keine Lust mehr über weibliche Bösewichte zu lesen. Zumindest, bis sich da was geändert hat. Bis dahin können die mich mal.

stinkefinger

Wie seht ihr das? Kennt ihr einen weiblichen Bösewicht, die nicht wegen einem Mann böse wurde? Oder stört euch das gar nicht?

Märchenhaft durch 2016–Zwischenstand für Oktober.

Banner

Im Oktober waren die Aufgaben von Hänsel und Gretel inspiriert.

Lies ein Buch…

  • … über/mit zwei Geschwistern
  • … in dem Süßigkeiten vorkommen
  • … mit einem Wald auf dem Cover
  • … das keine Liebesgeschichte enthält
  • … in dem eine böse Frau vorkommt.

Gelesen habe ich:

Himmlische Wunder

Himmlische Wunder von Joanne Harris (das allerdings locker 3 der 5 Punkte erfüllt.)

Leider hatte ich in diesem Monat nur Bücher, die ich zur Hälfte gelesen, und dann wegen akuten Schwachsinns dererseits abgebrochen habe. Blöd gelaufen. So kriegt man zwar auch seine Lesezeit rum, aber keine Statistik voll. Wie auch immer.

Auf jeden Fall hat mir das Buch gut gefallen. Ich kannte es schon, und habe es noch mal gelesen. Wenn das irgendeinen Aufschluss darüber gibt, wie gut ich das fand.

Punkt: Ein Buch, in dem Süßigkeiten vorkommen.

Immerhin spielt es in einer Chocolaterie in Montmartre.

Außerdem habe ich noch American Gods von Neil Gaiman als Hörbuch gehört.

American Gods (American Gods, #1)

Punkt: Ein Buch, in dem keine Liebesgeschichte vorkommt.

Das Buch kannte ich schon, jetzt ist das Hörbuch gefolgt. Teilweise ist es natürlich etwas lang, vor allem, wenn man sich mit Göttern nicht auskennt, aber es ist ein guter Fantasy, wenn man sich etwas auskennt.

Das wars auch schon für Oktober. Im November gehts um Die Schöne und das Biest.

Lies ein Buch…

  • … das nicht durch seine Hülle besticht, sondern durch den Inhalt.
  • … das in Frankreich spielt.
  • … über eine ungewöhnliche Liebesgeschichte
  • … mit einem verzauberten Gegenstand.
  • … in dem der/die Protagonistin gerne liest.

Den verzauberten Gegenstand habe ich bisher schon in der normalen Liste nicht hinbekommen. Ungewöhnliche Liebesgeschichten sind sie doch alle und hässliche Cover habe ich ja auch schon öfters hier gezeigt. Frankreich ist auch nicht so schwer. Genau genommen habe ich für meinen nächsten Reread schon Zusammen ist man weniger allein von Anna Gavalda zurecht gelegt. Hoffentlich schaffe ich das dicke Buch in diesen Monat zu quetschen.

Also dann an die Bücher.

Lovelybooks Leserpreis 2016.

Bei Lovelybooks.de kann man, wie jedes Jahr, wieder für die besten Bücher 2016 abstimmen. Ihr habt ein Buch gelesen, das 2016 rauskam, und das ihr ganz knorke fandet? Dort eintragen. Es gibt 14 verschiedene Kategorien in der die Bücher jeweils eine Gold-, Silber, oder Bronzemedaille gewinnen können.

Und wer möchte seinem Lieblingsbuch nicht einen Schubs in diese Richtung geben?

Ein Klick auf den Banner bringt euch gleich zur richtigen Seite.

#Halloweenwochen: Seelenkuchen.

halloweenwochen

 

Zum Abschluss der Halloweenwochen hier ein Rezept für Seelenkuchen.seelenkuchen

Seelenkuchen klingt nicht nur cool, und vor allem so, als wären da tausend verlorene Seelen drin, er ist alte Tradition. Früher, als die Jahreszahl noch 3-stellig war, wurde Seelenkuchen an Samhain gebacken. Die Leute sind dann von Haus zu Haus gezogen, haben sich einen Seelenkuchen geholt und dafür für die Seele des Bäckers oder Gebers gebetet. Das war der Ursprung von All Hallows Eve, das später in Halloween abgekürzt wurde.

Damals hat man getrocknete Früchte und Beeren in den Teig gemischt. Heutzutage findet man ihn in Bäckereien meist mit in Rum eingelegten Rosinen unter dem Namen Allerheiligenspitz. Aber meine Version ist pur, um die breite Masse (aka, meine Familie) anzusprechen. Außerdem passt er so viel besser zu der heißen Schokolade, die es dazu gibt.

 

seelenkuchen2

Seelenkuchen.

Zutaten:

  • 250g Mehl
  • 175ml Mandelmilch (schmeckt bestimmt auch mit Haselnuss)
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 50g ´brauner Zucker
  • 1 EL Ahornsirup
  • 10g weiche Margarine
  • 60g Mehl
  • je eine Prise Salz, Pfeffer, Anis, Kurkuma, Kardamom, und Zimt.

Die Milch auf dem Herd erwärmen, aber nicht kochen. Alle Gewürze hinzufügen.

250g Mehl abwiegen und in eine Rührschüssel geben.

Wenn die Milch dampft ist sie gut. Dann ist sie zwar warm, aber immer noch kalt genug für die Hefe, die jetzt, zusammen mit dem Ahornsirup, darin aufgelöst wird. Am besten wird die Milch dazu vom Herd genommen.

Wenn die Hefe vollständig aufgelöst ist wird die Milch mit dem Mehl verrührt.

Dann kommt die Margarine dazu, die man ebenfalls unterzwirbelt.

Zum Schluss werden die 60g Mehl reingeknetet damit es ein richtiger Teig wird.

Den Teig gehen lassen. Wenn es, wie jetzt, so kalt ist, könnt ihr ihn einfach bei niedrigster Stufe in den Ofen stellen.

Ofen auf 180° vorheizen.

Den Teig noch mal mit der Hand durchwalken, und in 3 oder 4 gleichgroße Teile schneiden.

Ob 3 oder 4 kommt drauf an, wie ihr das flechten wollt. Ich habe mich für 4 Teile entschieden, damit der Seelenkuchen ein rustikaleres Aussehen bekommt. Aber 3 ist natürlich auch völlig in Ordnung.

Wie man mit 4 Strängen flechtet seht ihr hier:

flechten

Drunter drüber drunter, einmal rum. Es ist ganz einfach, auch wenn meine Zeichnung das nicht erkennen lässt. So flechtet man abwechselnd rechts, links, rechts, bis man keinen Teig mehr übrig hat. Anfang und Ende der Stränge werden wieder ineinander verknetet.

Dann den Kuchen mit irgendwas bepinseln, damit er eine schöne Farbe bekommt. Ich habe mich für Kokosmilch entschieden. Aus dem einfachen Grund, dass ich gestern Schokotrüffel hergestellt habe, und etwas Kokosmilch übrig hatte. Mandelmilch geht aber auch. Oder gar nix. Bin ja nicht eure Mutter.

20 Minuten backen, und wenn die Farbe stimmt (kommt ja auf den Ofen an) im abgeschalteten Ofen abkühlen lassen.

Mit den Gewürzen kann man natürlich viel mehr benutzen als angegeben. Vanille würde passen. Und wenn ich keinen Muskathasser zum Vater hätte, wäre davon auch noch reingewandert. Probierts einfach aus. Wenn euch was in die Finger kommt, das nicht geräuchert ist, dann rein damit.

Und das war das Ende der diesjährigen Halloweenwochen. Ich hoffe, ihr hattet so viel Spaß wie ich, in den ganzen Beiträgen zu stöbern. Ich danke ganz herzlich allen Teilnehmern und Werbenden. Ihr seid klasse. So kurzfristig ging diese Aktion los und trotzdem habt ihr Beiträge geschrieben, als hättet ihr nur auf den Startschuss gewartet. Bleibt weiter so enthusiastisch. Und kreativ. Und überhaupt toll. Wenn die Welt was vertragen kann, dann Tollheit. Und mehr nette Menschen wie euch.

Bis nächstes Jahr! Sofern euch Cthulhu nicht gegessen hat.